Vom Marathon- zum 24-Stunden-Lauf

von Philipp Müller

Nachdem ich 2013 meinen zweiten Berlin-Marathon mit einer Zeit von 3:06:35 beendet hatte, wollte ich 2014 unbedingt die magische Marke von 3 Stunden knacken. Unglücklicherweise änderte der Veranstalter für den Berlin-Marathon 2014 die Spielregeln und die Startplätze wurden zum ersten Mal verlost – und zu meiner großen Enttäuschung ging ich bei den Ziehungen leer aus.

Philipp Müller

Neues Ziel: 24 Stunden
Ich hatte bereits mit einer Staffel von 10 Läufern an einem 24-Stunden-Lauf teilgenommen und fand die Einzelläufer bei diesem Event faszinierend und vor allem bewundernswert. Es gab Teilnehmer aus allen Altersklassen und sogar ein Mann mit Prothese bewältigte diesen Lauf alleine. Seit ich mit dem Laufen angefangen habe, bin ich stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen und versuche meine Grenzen zu finden. Nachdem ich für den Marathon keinen Startplatz bekommen hatte, meldete ich mich im März 2014 schließlich für die 24 Stunden von Bernau an.

Für die gute Sache und für mich
Ich wollte die 24 Stunden allerdings nicht nur für mich laufen, sondern auch etwas bewegen, und kam auf die Idee so für den guten Zweck Geld zu sammeln. Während des Men’s Health Camps hatte ich die Gelegenheit, einen Teil des Runtastic-Teams kennenzulernen, und über Runtastic fand ich dann auch eine Charity-Organisation, für die ich Spendengelder sammeln wollte: Der Kinderschutzengel e.V. (www.kinderschutzengel.de).

Das Training
Da ich niemals unvorbereitet in einen Lauf gehe, besorgte ich mir Bücher über Ultramarathons und stellte mir einen Trainingsplan zusammen. Ich war doch etwas überrascht, dass die längsten Einheiten nur 50 km lang waren, die wöchentlichen Umfänge bewegten sich zwischen 110 und 130 km. Es war trotzdem eine Herausforderung 5-6 Mal die Woche laufen zu gehen, 2-3 Mal pro Woche die CrossFit Box zu besuchen und nebenbei auch noch arbeiten zu gehen. Aber wo ein Ziel ist, ist ein Weg!

Der Lauf
Die Strecke im Stadtpark von Bernau ist sehr anspruchsvoll. Man läuft meistens über schmale Pfade und gefühlt führt die Strecke konstant leicht aufwärts. Am Anfang des Laufs versuchte ich, mich nicht von den anderen Läufern mitziehen zu lassen und mein eigenes Tempo zu finden. Die ersten Runden waren natürlich trotzdem viel zu schnell, aber nach 1 Stunde hatte ich mein Tempo gefunden und lief genau nach Plan: je 30 Minuten laufen, dann eine kurze Gehpause, um etwas zu trinken oder zu essen. Nach 13 Stunden kamen dann leider die ersten Probleme. Ich war extrem müde, torkelte nur noch über die Strecke und mein Magen fühlte sich sehr voll an. Als es auch nach ein paar Runden nicht besser wurde, beschloss ich, mich für 1 ½ Stunden auszuruhen, und legte mich hin. Schlafen konnte ich nicht, aber nach der Pause hatte ich wieder neue Motivation geschöpft, um weiterzulaufen. Während des Laufs waren auch viele Freunde an der Strecke, die mich unterstützten und motivierten. Einzelne Motivationslöcher konnte ich sehr gut mit Musik überbrücken. Die letzten drei Runden waren dann nochmal ein besonderes Highlight, da alle dem Ende entgegenfieberten, die Zuschauer jubelten und klatschten und es lief sich für mich plötzlich total frei. Als das Schlusssignal ertönte, war ich überglücklich: Ich hatte die Herausforderung gemeistert und war ganze 153,54 km in 24 Stunden gelaufen. Ein großartiges Gefühl.

Philipp Müller

Ab aufs Podium
Nach dem Zieleinlauf kamen viele Menschen, um mir zu gratulieren und Fotos zu machen. Danach musste ich mich erstmal ausruhen, kurz hinsetzen und durchatmen. Als bei der Siegerehrung dann mein Name aufgerufen wurde, konnte ich es kaum glauben. Ich hatte den 3. Platz in meiner Altersklasse belegt und durfte zum ersten Mal in meinem Leben aufs Podium. Yeah! Der Kinderschutzengel e.V. war auch sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Spendern für über 1.535 Euro!

Nach dem Lauf ist vor der nächsten Herausforderung
Die Knieschmerzen waren schon am gleichen Abend wieder weg und am folgenden Tag hatte ich auch kaum Muskelkater. Nur meine Füße waren geschwollen und taten weh. Mittlerweile bin ich erholt  und werde in den nächsten Tagen wieder mit dem Training anfangen. Ich genieße nun die kurze Zeit ohne ein konkretes Ziel und werde mich bald an die Planung für die nächste große Herausforderung für 2015 machen. Denn wer ein Ziel hat und hart dafür trainiert, wird es auch erreichen!

Mein Laufpensum mit Runtastic:
2012: 1.069 km
2013: 1.255 km
2014: 2.212 km …und es geht weiter 😉

Orbit 008

Bei Philipps 24-Stunden-Lauf durfte natürlich auch der Runtastic Orbit nicht fehlen. Insgesamt legte er unglaubliche 181.830 Schritte während des Laufs für den guten Zweck zurück und verbrannte 14.364 Kalorien. Wahnsinn!

 

Über Philipp:
Philipp Müller ist Wertpapierberater und selbstständiger Lauftrainer. Erst vor vier Jahren entdeckte er seine Leidenschaft fürs Laufen. Wenn er nicht gerade arbeitet, trifft man ihn beim Laufen auf Berlins Straßen oder in der CrossFitWerk Box.

Wenn du mehr über Philipp erfahren möchtest, folge ihm auf Instagram und Twitter. (Instagram: PHILMUE / Twitter: @PhilippMue)

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