Die Top 6 Nahrungsmittel gegen Lust auf Süßes

Fast alle Ernährungsweisen – ob vegan, paleo oder ketogen – haben etwas gemeinsam: Sie empfehlen, auf zugesetzten Zucker zu verzichten. Nahrungsmittel werden üblicherweise mit Zucker gesüßt, um sie geschmacksintensiver zu machen (besonders, wenn sie wenig Fett enthalten). Im Gegensatz zu natürlich vorkommendem Zucker, wie er etwa im Obst enthalten ist, kann künstlich zugesetzter Zucker jedoch deiner Gesundheit schaden. Und das Schlimmste daran ist: Er macht extrem süchtig.

Verschiedene Zuckerformen und Honig in Schüsseln

Hast du jemals versucht, Zucker für einen gewissen Zeitraum zu vermeiden? Dann weißt du ja schon, wie schwierig das ist. Kuchen, Kekse und andere Süßigkeiten sind hier die üblichen Verdächtigen. Zucker wird jedoch auch in Nahrungsmittel wie Brot aus dem Supermarkt, Joghurt und Tomatensauce geschmuggelt. Wenn du ein für allemal von ihm loskommst, wirst du dich bald über tolle Ergebnisse freuen können: Du kannst ein paar überflüssige Kilos loswerden und wirst mehr Energie haben, um deinen 5-km-Lauf am Morgen gut zu Ende zu bringen. Außerdem sinkt dein Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, du wirst besser schlafen und an weniger Verdauungsproblemen wie Verstopfung oder Blähungen leiden.

Du bist aber einfach eine unverbesserliche Naschkatze und schaffst es einfach nicht, ganz auf Zucker zu verzichten? Dann werden dir die folgenden Nahrungsmittel dabei helfen, deine Gelüste in den Griff zu bekommen. Das Beste daran: Wenn du sie regelmäßig isst, wird dein Körper sich mit der Zeit auch nach ihnen sehnen – und nicht nach gezuckerten Süßigkeiten. Toll, nicht?

1. Protein

Um deinen Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, ist es zum Beispiel eine gute Idee, Zucker mit Protein zu ersetzen. Je nachdem was du isst, kann eine proteinreiche Mahlzeit die Zuckeraufnahme verlangsamen und einem raschen, drastischen Anstieg deines Blutzuckerspiegels vorbeugen – was schließlich deine Zuckergelüste zurückgehen lässt.

Mehr Protein zu essen bedeutet nicht, dass du dir dauernd ein Steak braten musst. Fleisch vom Weiderind stellt natürlich eine hochwertige Proteinquelle dar. Allerdings stehen Huhn, Linsen, schwarze Bohnen, Wildlachs, Eier und Vollmilchprodukte (wie Joghurt oder Kefir) auch auf der Liste der wertvollsten proteinreichen Nahrungsmittel.

2. Gesundes Fett

Auch wenn Fett in der Vergangenheit einen schlechten Ruf bekommen hat, erkennen Experten nun, dass gesundes Fett deinem Körper wirklich gut tut – besonders, wenn du auf eine zuckerarme Ernährung umstellst. Wenn es darum geht, Energie zu verbrennen, verwertet dein Körper zuallererst den Zucker. Wenn du aber den Zucker weglässt, beginnt er, Fett zu verbrennen. Zusätzlich zu dem Fett, das du mit deiner Ernährung aufnimmst, greift dein Körper auch auf die Fettreserven im Körper zurück. Dein Körper lernt also nicht nur, Fett effizienter zu verbrennen, sondern gewöhnt sich auch daran, Fett generell als Brennstoff zu verwenden. Somit wird er Gelüste auf gesunde Fette entwickeln, was wiederum deine Lust auf Zucker weiter sinken lässt.

Unter den besten Lieferanten für gesundes Fett, die du ganz einfach in deinen Ernährungsplan aufnehmen kannst, sind: Avocados (die noch dazu sehr proteinreich sind); Bio-Rohmilch- oder Heumilchbutter (nicht zu verwechseln mit butterähnlichen Produkten und Margarine), natives Olivenöl sowie Nahrungsmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wie Nüsse, fettreicher Fisch, Samen und Blattgemüse. Ich empfehle außerdem Kokosöl. Dieses Öl ist sehr gesund und sollte auf jeden Fall Teil deiner Ernährung sein. Kokosöl enthält viel (gesundes) gesättigtes Fett; die American Heart Association rät jedoch, dass Männer nicht mehr als 30 Gramm und Frauen nicht mehr als 20 Gramm Kokosöl pro Tag zu sich nehmen. Die gute Nachricht dabei ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass du über diese empfohlene Menge kommst – außer dein Ernährungsplan sieht relativ viel Fett und wenige Kohlenhydrate vor, wie dies bei der ketogenen Ernährung der Fall ist.

Eine Tortilla mit Hummus, Avocado, Feta und Petersilie auf einem Tisch

3. Ballaststoffe

Die Supermarktregale quellen vor Nahrungsmitteln über, die mit Ballaststoffen angereichert sind (d.h. sie werden im Verarbeitungsprozess künstlich zugesetzt). Wenn du aber deine Lust auf Zucker in den Griff bekommen möchtest, solltest du zu Nahrungsmitteln greifen, die einen hohen natürlichen Anteil an wasserlöslichen Ballaststoffen haben, wie Nüsse, Leinsamen, Beeren und Karotten. Sie verlangsamen den Verdauungsprozess, was deinen Blutzuckerspiegel stabilisiert. So vermeidest du einen rasanten Anstieg der im Blut enthaltenen Glukose, und senkst dein Risiko, an Diabetes zu erkranken.  

Ein weiterer Vorteil einer ballaststoffreichen Ernährung ist das länger anhaltende Sättigungsgefühl, da dein Körper Ballaststoffe langsamer verdaut. Das äußert sich schließlich darin, dass du seltener das Gefühl hast, zwischendurch Snacks oder Süßigkeiten nach dem Abendessen zu brauchen. Vielleicht nimmst du auch das eine oder andere Kilo ab, weil du länger satt bist und somit auf Kleinigkeiten während des Tages verzichtest.

4. Probiotische Nahrungsmittel

Was haben probiotische Lebensmittel mit weniger Lust auf Zucker zu tun? Wie sich herausstellt: Ganz schön viel. Probiotika sind die natürlichen Feinde der Candida-Hefepilze, die eine ganze Reihe an gesundheitlichen Problemen nach sich ziehen können. Darunter sind etwa Hautausschläge wie Psoriasis, Benommenheit, Gewichtszunahme und vaginale Pilzinfektionen. Solche Hefepilze leben von Zucker – wenn sich so ein Pilz also unbemerkt breitmacht, kann er starke Gelüste auf Zucker hervorrufen, um so zu seinem Grundnahrungsmittel zu kommen.

Wenn du allerdings Zucker meidest, hungert er, und wenn du zusätzlich probiotische Nahrungsmittel in deinen Speiseplan aufnimmst, kannst du ihm noch besser zu Leibe rücken. Probiotische Produkte lassen deine Darmflora aufblühen, während du dir Pilzinfektionen und andere fiese Bakterien fern hältst (das ideale Verhältnis beträgt etwa 85 % gute bzw. neutrale und 15 % schädliche Bakterien). Auch das bedeutet: Deine Lust auf Zucker sinkt, dein Hautbild und deine Verdauung verbessern sich und dein Immunsystem wird gestärkt.

Kefir, Apfelessig, griechischer Joghurt (natürliche, biologische Produkte sind hier zu empfehlen) und Kombucha sind voller Probiotika und im Supermarkt leicht zu finden.

Ein Fläschchen Apfelessig

5. Saure Nahrungsmittel

Wenn du Lust auf etwas Süßes hast, kannst du deinen Appetit am besten damit drosseln, indem du etwas Saures isst. Abgesehen davon haben saure Nahrungsmittel den Vorteil, dass sie oft probiotisch sind und viele organische Säuren enthalten. Dies unterstützt gute Bakterien in ihrem Wachstum und macht zuckerliebenden Hefepilzen den Garaus. Sauerkraut, Kimchi und andere fermentierte Produkte kannst du ganz einfach in deine warmen Mahlzeiten oder Salate integrieren und helfen dir dabei, deine Lust auf Süßes einzubremsen. Auch eine Scheibe Zitrone im Wasserglas kann hilfreich sein. Die im Obst enthaltene Fruchtsäure verlangsamt deine Verdauung, hält deinen Blutzuckerspiegel stabil und hilft bei der Nährstoffaufnahme. Adieu, Zuckersucht!

6. Kräuter und Gewürze

Wenn du beim Kochen öfter Kräuter und Gewürze verwendest, kannst du deine Zuckersucht in den Griff bekommen. Sie sorgen dafür, dass du weniger Gelüste auf Süßes verspürst und verbessern deine Gesundheit im Allgemeinen.

Ingwer wirkt beispielsweise auf natürliche Weise entzündungshemmend und baut Insulinresistenz ab, was dich wiederum vor Diabetes schützt. Er schmeckt fantastisch in einem Smoothie oder aufgebrüht als Tee mit etwas Honig und frischer Zitrone.

Kurkuma ist ein weiteres Gewürz, das deine Lust auf Zucker im Zaum hält. Es ist bekannt für seine blutzuckersenkende Wirkung und senkt deine Insulinresistenz. Auch wenn dein Cholesterinspiegel erhöht ist, kann dir Kurkuma gute Dienste leisten. Ich liebe meinen selbstgemachten Kurkuma-Latte!

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Dr. Josh Axe Josh ist Naturmediziner, klinischer Ernährungsberater und Autor. Sein Spezialgebiet: wie die richtige Ernährung die Gesundheit des Menschen positiv beeinflusst. Alle Artikel von Dr. Josh Axe anzeigen »

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