Cardio • 15.03.2015 • Runtastic Team

Gute Nacht, Frühjahrsmüdigkeit – Tipps von Nina Kraft

von Nina Kraft

Wenn in Österreich die Straßenlaternen angehen, trete ich meinen Weg in die Arbeit an. Das klingt vielleicht etwas zwielichtig, doch keine Angst, mein Job ist höchst seriös. Ich bin als TV- und Eventmoderatorin in ganz Österreich unterwegs. Selten setzt ein Kunde eine Gala am Vormittag an – wobei ich mir das recht gemütlich vorstellen würde: ausschlafen, bisschen Make-up auflegen, rauf auf die Bühne und am Nachmittag ab aufs Sofa.

Die Realität sieht anders aus. Vormittags gestalte ich Beiträge für einen heimischen TV-Sender, nachmittags gehe ich meiner Tätigkeit als CEO eines Fitnessunternehmens nach und abends heißt es dann „Showtime“. Ganz ehrlich, nicht immer erscheine ich bei meinen Bühnenjobs taufrisch und voller Energie. Die Jogginghose wäre so viel bequemer als die High Heels, und im TV läuft meine Lieblingsserie. Jetzt ist einerseits Selbstmotivation gefragt und andererseits eine ordentliche Dosis Doping. Natürlich geht’s heute nur um legale Möglichkeiten, sich einen Kick zu verpassen, wenn gleichzeitig der Kopfpolster nach einem ruft.

Runtastic Nina Kraft

Gerade im Frühling bleibt selten jemand von der berühmten Frühjahrsmüdigkeit verschont. Daher möchte ich dir heute meine ultimativen Muntermacher vorstellen und dir aber auch von einem Präparat berichten, das direkt in meine Mülltonne wanderte.

Los geht’s!

Energydrinks – Zucker, Süßstoffe und ein kurzes „High“
Wenn es um den kurzen Energiekick zwischendurch geht, greifen viele zur Dose. Zugegeben, auch ich trinke hin und wieder die zuckerfreie Variante, allerdings nicht um einen „normalen Arbeitstag“ zu überstehen. Wenn ein kurzes, intensives Workout ansteht, dann landet in meiner Trainingstasche manchmal Koffein in Form eines Energydrinks. Ich gehöre zu den wenigen Menschen auf dem Planeten, die keinen Kaffee trinken. Wenn mein Körper dann mal eine kleine Dosis Koffein bekommt, kickt das ordentlich. ABER: nur für kurze Zeit. Bei der Variante mit Zucker dürfte das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe bei manchen einen gewissen anregenden Effekt auslösen: Koffein (Stimulans), Zucker (Energieträger) und Taurin (Stoffwechselbeschleuniger). Mein persönliches Fazit: Ich bevorzuge die Light-Variante. Sie gibt mir ein kurzes Energiehoch.

Guarana – die Liane in Pulverform
Es muss also etwas her, das länger anhält. Ein Zaubermittelchen, das uns locker-lässig durch den Tag und durch die Nacht bringt und uns gleichzeitig keinen Zuckerschock verpasst. Ich bin bereits vor Jahren im Bio-Laden meines Vertrauens auf dieses Produkt gestoßen: Guarana-Pulver. Ganz unauffällig stand die braune Dose im Regal. 100 % reines und frisch vermahlenes Guaranapulver. 100 Gramm kosten zirka 12 Euro.

Das Ding wird’s bringen, dachte ich mir. Ein wichtiger Job stand an und ich rührte das Pulver mit Wasser an. Schaut aus wie Erde und – würg! – schmeckt auch so. Die Liane, aus der das Pulver gemacht wird, stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet. Sie besitzt die fünffache Menge an Koffein im Vergleich zu einer Kaffeebohne. Also habe ich das Getränk runtergewürgt. Was dann passiert ist? Nichts. Gar nichts. Nach 10 Minuten nichts, nach 30 Minuten nichts und nach einer dreiviertel Stunde nichts. Ich hab das braune Pulver schon verflucht, als ich nach einer Stunde merkte, dass ich plötzlich hellwach war. Und dieser Effekt hielt laaaange an. Sicher mehr als 4 Stunden. Was zur Folge hatte, dass ich mich nach der Arbeit stundenlang im Bett wälzte und kein Auge zutat. Ich recherchierte und fand heraus: Im Gegensatz zum Koffein im Kaffee entfaltet sich die Guarana-Wirkung erst nach und nach. Das Koffein der Guaranapflanze kann so bis zu 6 Stunden im Körper vorhanden sein und ebenso lange seine Wirkung zeigen. Fazit: Funktioniert bei mir nur, wenn ich vorsichtig dosiere und einplane, dass die Wirkung nicht sofort einsetzt.

Also ging meine Suche weiter. Eines gleich vorweg: Dieser Blogeintrag hat ein Happy End! Doch zuvor noch ein Experiment, auf das ich lieber verzichtet hätte.

Die Koffeinkatastrophe am Weg zur Arbeit
Eine meiner besten Freundinnen ist Pharmazeutin und hat daher mein vollstes Vertrauen, was Medikamente & Co anbelangt. Sie büffelte gerade für ihre Prüfung, Tag und Nacht. „Wie schaffst du es, nicht einzupennen?“, fragte ich sie. Sie schob mir eine Packung hinüber. „Koffeintabletten, nehmen gerade alle auf der Uni.“ Winzig kleine Tabletten mit riesengroßen Mengen an Koffein – genauer gesagt 200 mg pro Stück. Leicht zu erwerben, mit rund 7 Euro für 50 Stück recht günstig, und die Konzentration soll um einiges verbessert werden. Ich nahm mir drei Stück mit nach Hause.

Am nächsten Tag musste ich früh raus, eine lange Zugfahrt stand an. Ich hatte meinen Laptop dabei, um zu arbeiten, doch ich musste mich bemühen meine Augen offen zu halten. Mir fielen die Koffeintabletten ein und ich spülte eine runter. Ein großer Fehler, das erste Mal in meinem Leben erlebte ich die Nebenwirkungen von Koffein am eigenen Leib. Das dürfte für meinen „koffeinunerprobten“ Körper wohl zu viel gewesen sein. Vielleicht spürt jemand, der viel Kaffee trinkt, gar keine Wirkung bei diesen Tabletten. Ich jedenfalls bekam Herzrasen und fühlte mich so aufgeputscht, dass ich mich erst recht nicht konzentrieren konnte. Fazit: Wenn man hohe Dosen von Koffein verträgt, dann können die Tabletten dem Körper zu einer kurzfristigen Leistungssteigerung verhelfen. Für eine dauerhafte Einnahme sind sie aber nicht geeignet, da die Wirkung mit der Zeit immer schwächer werden soll.

Neongrüner Edeltee
Und nun zu meinem persönlichen Favoriten. Den fand ich über Umwege. Ich war mit meinen Kollegen beim Japaner, als Nachspeise wurde uns Eis serviert. Das was auf meinem Tisch landete, war quietschgrün und sah fast ein bisschen giftig aus. „Matcha-Eis“, grinste der freundliche Asiate und fügte hinzu: „Erweckt müde Geister zu neuem Leben“. Damit hatte er mich in seinen Bann gezogen. Das Eis schmeckte köstlich, daheim setzte ich mich vor den Laptop und recherchierte alles über das grüne Wunder. Matcha ist also japanisch und heißt „gemahlener Tee“. Und genau das ist Matcha-Tee auch. Bester Grüntee wird zu feinem Pulver gemahlen – so erhält Matcha seine neongrüne Farbe und den intensiven Geschmack. Die Zubereitung ist nicht so einfach, man braucht dazu einen eigenen Matcha-Bambusbesen, mit dem man das Pulver im Wasser aufschäumt. Unter uns: Ich schmeiße die Zutaten in meinen Protein-Shaker und schüttle alles ordentlich durch. Funktioniert genauso. Zu den Inhaltsstoffen: Im Matcha-Tee befinden sich Antioxidantien, Aminosäuren und Teein, also Tee-Koffein. Matcha-Tee wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt und er soll sogar vor Krebs oder Diabetes schützen. Für mich wurde das grüne Wunder zu meinem ständigen Begleiter. Der Tee wirkt sofort und zuverlässig, macht mich konzentriert, aber nicht überdreht. Matcha-Tee ist meine erste Wahl, wenn die Frühjahrsmüdigkeit einsetzt. Ein Manko hat der Muntermacher aber – er ist teuer. Mit Spitzenpreisen von über 40 Euro für eine 30-Gramm-Dose kann man wirklich von einem „Edeltee“ sprechen. Fazit: Sieht aus wie Chemie pur, ist aber ein reines Naturprodukt und bekommt von mir den Oscar in der Kategorie „bester Müdigkeitskiller des Jahres“!

Über Nina:

Runtastic Frühjahrsmüdigkeit

 

Die 29-jährige TV- & Eventmoderatorin steht seit 11 Jahren auf der Bühne und hat bereits ca. 300 Veranstaltungen moderiert. Außerdem ist sie als Sprecherin tätig und vertont Filme, Werbespots etc. Seit 2013 ist sie CEO der Kraft Media GmbH und Inhaberin von 3 M.A.N.D.U.-Filialen in Oberösterreich.

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