Nutrition • 04.01.2018 • Dr. Josh Axe DNM, DC, CNS

Ein Arzt verrät: So wirst du dein Bauchfett dieses Jahr nachhaltig los

Wir alle beginnen das neue Jahr mit den besten Absichten. Im Januar nehmen wir uns vor, fünfmal pro Woche ins Fitnesstudio zu gehen, noch die letzten lästigen 5 kg abzunehmen, jeden Tag ein selbst zubereitetes Mittagessen ins Büro mitzubringen oder auch <hier beliebigen weiteren schwer einhaltbaren Vorsatz einfügen>. Und schließlich kommt uns dann doch der Alltag dazwischen. Wenn dann wieder der Dezember vor der Tür steht, fragen wir uns, was in den vergangenen elf Monaten bloß schief gelaufen ist und wie wir es schaffen, wieder die Kurve zu kratzen.

A woman checking herself in the mirror

Die Sache ist also die: Besonders drastische Neujahrsvorsätze sind schwer einzuhalten, weil die meisten von uns Veränderungen gegenüber eher resistent sind. Es mag vielleicht klappen, unser ganzes Leben ein paar Tage lang umzukrempeln – aber es ist mehr als unwahrscheinlich, dass wir das einen längeren Zeitraum hindurch schaffen. Und das ist es aber, was wir tun müssen, wenn wir unsere Gesundheits- und Fitnessziele wirklich erreichen wollen.

Anstatt also radikale Veränderungen (die aber nicht nachhaltig sind) möglichst schnell umzusetzen, rate ich dir zu einer schrittweisen Herangehensweise. Wenn es eines deiner Ziele ist, in Form zu kommen und deinen Bauchspeck loszuwerden, dann solltest du dich an langsame, aber konsequente Änderungen deines Lebensstils halten.

Hier bekommst du fünf Tipps, die dir dabei helfen, Bauchfett dauerhaft loszuwerden. Damit hast du einen deiner Vorsätze für 2018 im Nu erreicht!

1. Starte mit Apfelessig in den Tag

Apfelessig ist einfach super für deinen Körper – ich habe immer welchen zuhause. Er ist nicht nur für die Körperpflege und im Haushalt nützlich (probier mal mein Apfelessig-Gesichtswasser oder mein selbstgemachtes Insektenspray), sondern auch wirksam im Einsatz gegen Bauchfett. Apfelessig hilft nämlich dabei, deinen Blutzuckerspiegel zu reduzieren und zu stabilisieren. Ein unausgeglichener Blutzuckerspiegel stresst den Körper nämlich, was zu einer Gewichtszunahme führen kann.

Ein bottle of apple cider vinegar on a wooden table

Die Essigsäure im Apfelessig beschleunigt nachweislich deinen Stoffwechsel, was deine Gewichtsabnahme unterstützen kann. Wenn du Darm- oder Verdauungsprobleme hast, wie etwa Sodbrennen oder auch Blähungen, kann dir Apfelessig auch gute Dienste erweisen. Ich empfehle z.B. eine Portion meines geheimen Detox-Drinks am Morgen, und noch zwei weitere tagsüber.

2. Probier’s mit HIIT-Workouts

Stundenlange Trainingsessions im Fitnessstudio sind eine Aussicht, die viele Menschen gleich einmal entmutigt. In Wirklichkeit zählt zu den effizientesten Trainingsformen HIIT-Training (High-intensity Interval Training – hochintensives Intervalltraining). Dabei trainierst du kurze Zeit bei etwa 90 bis 100 % deiner Herzfrequenz und lässt darauf jeweils kurze Regenerationsphasen folgen.

Diese Trainingsform hat sich als eine der effizientesten erwiesen, um Körperfett abzubauen und deine sportliche Leistung und Ausdauer generell zu verbessern. Das Beste daran: Du brauchst weder Equipment noch besonders viel Platz, um ein HIIT-Workout einzulegen. Mit dem Workout Creator in der Runtastic Results App etwa kannst du ganz leicht eines zuhause im Wohnzimmer planen.

3. Intermittierendes Fasten

Obwohl Fasten erwiesenermaßen Vorteile birgt, stehen ihm viele Menschen eher skeptisch gegenüber, da sie glauben, dass es hungern bedeutet. Intermittierendes Fasten ist jedoch eine gute Möglichkeit, wie man die Vorteile des Fastens nutzt, ohne einen ganzen Tag oder länger vollständig auf Nahrung verzichten zu müssen. Anstatt dich darauf zu konzentrieren, was du isst, geht es dabei darum, wann du isst.

Eine der beliebtesten Arten und Weisen, wie du intermittierendes Fasten praktizieren kannst, ist die Folgende: Du begrenzt ganz einfach die Zeit, in der du tagsüber isst, auf sechs bis acht Stunden. Das bedeutet üblicherweise keine Snacks nach dem Abendessen und kein Frühstück. Auch mit diesem relativ leichten Ansatz, kann dein Körper Glukose (Zucker) effizienter speichern, was dir dabei hilft, dein Körperfett zu reduzieren, deinen Blutzuckerspiegel im Rahmen zu halten und den Spiegel deines guten Cholesterins zu heben.

4. Prebiotika und Probiotika

Wenn dein Darm nicht recht im Lot ist, leidet auch deine allgemeine Gesundheit – und dann passiert es ganz schnell, dass du ein paar Kilos drauf hast (oder es einfach nicht schaffst, die überzähligen Pfunde loszuwerden). Unser Darm beherbergt viele Bakterien und um perfekt zu funktionieren, muss das Verhältnis „guter“ Bakterien zu „bösen“ Bakterien stimmen. Wenn aus dem Gleichgewicht gekommen bist, können deine Entzündungswerte erhöht sein und Bauchschmerzen und schlechte Haut können die Folge sein.

Different milk products on a wooden table

Genügend Probiotika sind essenziell für eine gesunde Darmflora, weil sie uns beim Verdauen helfen, vor Blähungen schützen, das Immunsystem unterstützen und generell dafür sorgen, dass unser Darm optimal arbeiten kann. Probiotika findest du in fermentierten Nahrungsmitteln wie Sauerkraut, Kimchi, Joghurt, Kefir und Kombucha. Prebiotika hingegen sind jene Lebensmittel, die die Probiotika ernähren und sicherstellen, dass es ihnen gut geht und die bösen Bakterien in Schach halten können. Prebiotika umfassen etwa Rohhonig aus regionaler Erzeugung, rohen Spargel und Zwiebeln. Achte immer darauf, dass genügend Pre- und Probiotika auf deinem Speiseplan stehen – egal, was gerade dein Ziel ist!

5. Konzentrier dich auf Stressabbau

Eines der größten Hindernisse, das dich davon abhält, ein paar Kilos loszuwerden, ist Stress. Ein bisschen Stress ist manchmal sinnvoll, z.B. wenn du eine Deadline vor dir hast oder in der Wildnis vor einem Bären davonlaufen musst. Chronischer Stress kann deine Gesundheit und deinen Abnehmerfolg jedoch stark in Mitleidenschaft ziehen.

Stress erhöht den Cortisolspiegel in deinem Körper und dieses Hormon sorgt dafür, dass du Fett in deinem Bauch speicherst. Wenn du dauerhaft gestresst bist, kann es sein, dass du verstärkt zu Blähungen neigst, Verdauungsprobleme bekommst oder unter dem Reizdarmsyndrom leidest. Aktivitäten wie Yoga und Meditation, ein Gespräch mit Experten oder ein Stresstagebuch können dir helfen und du wirst sowohl psychische als auch körperliche Verbesserungen spüren – hoffentlich rechtzeitig zur Strandsaison 😉 Darüber hinaus gibt es bestimmte Lebensmittel, die Stress auslösen, und die du daher auch vermeiden solltest.

Ich wünsche dir ein gesundes und frohes neues Jahr! Mit diesen fünf Tipps vom Arzt gelingt dir sicher der entscheidende Fortschritt in Richtung deines Abnehmziels.

***

Dr. Josh Axe DNM, DC, CNS

Dr. Josh Axe ist Naturmediziner, klinischer Ernährungsberater und Autor. Sein Spezialgebiet: wie die richtige Ernährung die Gesundheit des Menschen beeinflusst.


Alle Artikel von Dr. Josh Axe DNM, DC, CNS anzeigen »