Nutrition • 09.08.2017 • Dr. Josh Axe DNM, DC, CNS

Stress, lass nach! Diese 5 Nahrungsmittel solltest du vermeiden

von Dr. Josh Axe, DNM, DC, CNS

Im Job steht eine wichtige Deadline bevor. Deine Schwiegermutter kommt auf Besuch. Die Kinder haben aufwändige Schulprojekte und brauchen deine Hilfe – am Abend vor der Abgabe. Egal in welchem Lebensabschnitt du gerade bist: Es ist wahrscheinlich, dass du dich regelmäßig gestresst fühlst. Es gibt natürlich auch positiven Stress, der dich etwa dazu veranlasst, dein Leben zu verändern, oder der dich antreibt, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn du dich aber zu oft gestresst fühlst, kann dies deine Gesundheit gefährden.

a young guy who is stressed out

Wenn wir ständig Stress ausgesetzt sind, bleibt unser Körper immer im „Kampf-oder-Flucht-Modus”. Dieser Zustand löst eine Reihe von körperlichen Reaktionen aus, wie z.B. einen Anstieg deines Cortisolspiegels. Das mag ja sinnvoll sein, wenn du es in der Natur plötzlich mit einem Grizzlybären zu tun hast. Wenn dein Stresslevel aber über einen längeren Zeitraum hinweg erhöht ist und du ständig in diesem Kampf-oder-Flucht-Modus bleibst, kann das ernste Auswirkungen auf deine Gesundheit haben: Die Palette reicht von einer Gewichtszunahme, über erhöhte Entzündungswerte (die Wurzel vieler Krankheiten) bis zu erhöhten Blutzuckerwerten. Chronischer Stress ist auch ein Auslöser für Nebennierenschwäche. Dieses Leiden tritt auf, wenn dein Körper und deine Nebennieren durch externe Stressfaktoren überfordert werden. Es kann zu Symptomen wie Depression, Entzündungen und zu schwacher Konzentrationsfähigkeit führen.

Als ob das nicht schon besorgniserregend genug wäre: Es sind nicht nur unser Umfeld und schwierige Lebenssituationen, die uns Stress machen. Es gibt tatsächlich auch Nahrungsmittel, die dieselbe negative Auswirkung auf den Körper haben. Wenn du also dein Stresslevel reduzieren und lernen möchtest, wie du auf natürliche Weise Stress abbauen kannst – dann halt dich besser von den folgenden Nahrungsmitteln fern:

1. Zucker

Wenn du dein Stresslevel reduzieren möchtest, solltest du zuerst einmal auf Zucker verzichten. Unter Stress setzt dein Körper erhöhte Mengen an Cortisol frei; ein Hormon, das uns dabei hilft, Stress zu bewältigen und unseren Blutzuckerspiegel in Balance zu halten. Wenn du jedoch zuckerhältige Nahrungsmittel zu dir nimmst, steigt dieser Spiegel stark an und dein Körper muss mehr Cortisol ausschütten, um ihn wieder auszugleichen. Problematisch ist daran, dass ein erhöhter Cortisolspiegel zu Schlafproblemen, einer reduzierten immunologischen Abwehrreaktion, Kopfschmerzen und Gelüsten nach ungesunden Nahrungsmitteln führen kann. Ein stark schwankender Blutzuckerspiegel kann außerdem stressähnliche Gefühle auslösen, sowie Unruhe und Angst.

Wenn du Nahrungsmittel mit zugesetztem Zucker weglässt – wie Kuchen und Torten, gesüßte Joghurts und Limonaden – und mehr Vollwertkost zu dir nimmst, wirst dein Blutzuckerspiegel stabiler bleiben. Das wiederum sorgt dafür, dass du ausgeglichener bist, dich weniger gestresst und glücklicher fühlst.

Lots of sweet candy

2. Künstliche Süßungsmittel

Zucker ist schon schlimm genug – nur allzu häufig werden Nahrungsmittel allerdings nicht damit gesüßt, sondern mit künstlichen Süßungsmitteln. Diese künstlichen Süßstoffe führen möglicherweise zu gesundheitlichen Problemen wie Kopfschmerzen, Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen. Sie können auch eine Art Sucht nach gezuckerten Lebensmitteln nach sich ziehen, weil sie deine Geschmacksknospen umprogrammieren. So hast du immer ein Verlangen nach noch süßeren (und daher hauptsächlich ungesunden) Nahrungsmitteln.

3. Stark verarbeitete Kohlenhydrate

Stark verarbeitete, raffinierte Kohlenhydrate schmecken zwar vielleicht gut, aber dein Körper hat absolut nichts davon. Diese Carbs haben überhaupt keinen Nährwert und stellen im Grunde wertlose Kalorien dar. Sie sind auch für einen stark schwankenden Blutzuckerspiegel verantwortlich, der dafür sorgt, dass du dich unausgeglichen und reizbar fühlst.

Viele verarbeitete Kohlenhydrate, besonders abgepackte Nahrungsmittel, enthalten viel Natrium. Das Natrium macht dich nicht nur besonders durstig, es lässt deinen Körper auch mehr Wasser speichern. Das fordert schließlich dein Herz mehr, da es stärker arbeiten muss, um die Blutzirkulation zu bewältigen. Das kann wiederum auch zu einem erhöhten Blutdruck führen, wodurch du dich aufgeschwemmt und allgemein unwohl fühlst, was dein Stresslevel natürlich erhöhen kann.

Women pouring milk into coffee while having French rustic breakfast

4. Alkohol

Ein Glas Wein kann dir dabei helfen, dich nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. Wenn du allerdings viel mehr als ein Glas trinkst, hast du nichts von positiven Wirkungen von Alkohol auf deine Gesundheit, sondern – ganz im Gegenteil – erhöhst dein Stresslevel zusätzlich. Der Grund dafür ist, dass er die Hormonproduktion erhöht, und dich daher unruhiger und gestresster fühlst, als bevor du Alkohol getrunken hast. Er kann auch deinen Blutdruck und deine Herzfrequenz erhöhen, und zu stressähnlichen Symptomen in deinem Körper führen. Viele alkoholische Getränke enthalten auch große Mengen an Zucker, was bedeutet, dass du eine Doppelportion Stressauslöser tankst – eben Alkohol UND die gezuckerte Limonade oder den Saft, den du dazu mixt.

Vielleicht glaubst du, du kannst deinen Stress mit Schlaf abbauen: Das ist jedoch unwahrscheinlich. Alkohol stört deinen Schlafrhythmus. Du schläfst zwar vielleicht schneller ein als sonst, aber bekommst nicht den tiefen Schlaf, den du brauchst, um dich am Folgetag frisch und fit zu fühlen. Das Ergebnis sind miese Laune am nächsten Morgen und – du hast es erraten! – mehr Stress.

5. Zu viel Koffein

Wenn du ohne deinen Morgenkaffee einfach nicht die Gänge kommst, ist das okay. Du musst Kaffee nicht vollständig aufgeben. Wenn du aber regelmäßig mehrere Tassen am Tag trinkst, fühlst du dich wahrscheinlich gestresster, als gesund ist. Zu viel Koffein kann deine Nebennieren belasten. Es regt nämlich das Nervensystem an und erhöht damit deinen Blutdruck und deine Herzfrequenz, wodurch du dich schließlich unruhiger fühlst. Wenn du generell angespannt bist, sollte Koffein einer der ersten Zusatzstoffe sein, die du streichst.

Wichtig ist auch: Koffein versteckt sich nicht nur im Kaffee. Es ist auch in Limonaden, bestimmten Teesorten, Energy Drinks, rezeptfreien Schmerzmitteln und sogar Schokolade enthalten.

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Dr. Josh Axe DNM, DC, CNS

Dr. Josh Axe, DNM, DC, CNS, ist Naturmediziner, klinischer Ernährungsberater und Autor und ist auf die Heilung von Menschen durch die richtige Ernährung spezialisiert. Kürzlich veröffentlichte er das Buch „Eat Dirt and Essential Oils: Ancient Medicine“. Dr. Axe betreibt eine der weltgrößten Websites zum Thema Naturheilkunde (www.DrAxe.com) mit mehr als 11 Millionen Besuchern pro Monat.


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  • Cyronika

    Das Süssungsmittel Aspartam besteht aus zwei verschiedenen Aminosäuren. Nämlich L-Asparaginsäure und L-Phenylalanin. Jetzt gleich Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen herbeizureden ist schon etwas extrem. Zumal diese Aminosäuren von Sportler (wie ich) tagtäglich konsumiert werden. Nicht etwa zum süssen, sondern als normaler Bestandteil von Protein.

  • Alexandra Wa

    Es stimmt und ich habe es ausgetestet!!!
    Es ist traurig,dass überall Zucker erhalten ist und man so oft hintergangen wird…
    Ich persönlich kaufe und benutze fast nur unverarbeitete Lebensmittel, weil es meinem Körper und Geist besser und gut tut!!!
    Dank der Devise bewege ich mich +- 5 kg und der max. 38(M) Größe seit über 20 Jahren.
    Natürlich auch darf man den Sport nie außer Acht lassen! Ohne Schweiß keine Preis!

  • Miss-Terry Jeuse

    Hallo, durch Cortisol steigt der Blutzuckerspiegel, da wir Zucker für die Kampf-Flucht Reaktion benötigen. Wenn ich Zucker zu mir nehme, steigt erneut der BZ-Spiegel und Insulin (nicht Cortisol) wird ausgeschüttet, um den Zucker in die Zellen zu bringen. Für den Körper aber ziemlich doof, wenn ich a) viel Zucker esse und somit immer wieder einen hohen BZ-Spiegel habe, den meine Bauchspeicheldrüse mittels Insulin entgegenwirken muss -> Folge kann eine verminderte Wirkung des Insulins und somit ein dauerhaft erhöhter BZ-Spiegel sein, was zu Diabetes M. führen kann mit all seinen Folgen; und ich b) ständig Stress habe und meine Nebenniere dauerhaft Cortisol – den Gegenspieler von Insulin- ausschütten lasse. Also einerseits soll mein Körper den BZ-Spiegel vom Zucker essen reduzieren und andererseits soll durch mein Stress genug Zucker im Blut für meine Flucht sein. …das kann ja nicht gutgehen 🙂