Die 15 häufigsten Fehler beim Fahrradfahren (und wie du sie vermeidest)

Radfahrerin vor dem Fahrradfahren

Wir alle machen Fehler beim Fahrradfahren, vor allem am Anfang. Andere machen auch später noch welche und sind dann oft die, die „immer stürzen“, „immer einen Platten haben“ oder „es ständig übertreiben“.

Mit unseren Tipps schaffst du es, die 15 häufigsten Fehler beim Fahrradfahren zu vermeiden. Das macht dich noch lange nicht zum Profi, hilft dir aber dabei, Frustration und auch Verletzungen zu vermeiden.

Gut zu wissen:

Achte darauf, dass sich dein Fahrrad immer in technisch einwandfreiem Zustand befindet. Wenn du dir nicht sicher bist, solltest du es von einer Fachperson überprüfen lassen.

Fehler 1: Du fährst ohne Fahrradhelm

Kennst du Biker*innen, die ihren Helm auf der Lenkstange anbringen und damit durch die Gegend fahren? Das macht wenig Sinn – wer Hirn hat, der schützt es! Mach also niemals den Fehler, dich ohne Fahrradhelm auf die Straße zu begeben, egal wie kurz die Strecke auch sein mag.

Mann mit Fahrradhelm

Fehler 2: Die Höhe des Sattels ist falsch eingestellt

Wenn du mit dem Rad fahren möchtest, solltest du auf Sattelhöhe und -stellung achten. Um zu überprüfen, ob du alles richtig eingestellt hast, mach den Check:

  1. Richte dein Bike senkrecht aus.
  2. Stell dich dann neben das Fahrrad, du blickst in die Fahrtrichtung.
  3. Überprüfe nun, auf welcher Höhe sich der Sattel befindet. Im Idealfall sollte er auf Höhe des Hüftknochens sein. Ist das nicht der Fall, nimm dir Zeit, den Sattel in die sogenannte „neutrale Sitzposition” zu bringen: Die Sattelspitze ist waagrecht nach vorne gerichtet, zeigt also weder nach oben noch nach unten.
  4. Die Sitzposition sollte sich angenehm anfühlen.
  5. Kaufst du dein Fahrrad in einem Fachgeschäft, lass dir die Sattelhöhe vom Personal einstellen.

Fehler 3: Die Höhe des Lenkers ist falsch eingestellt

Achte darauf, zunächst den Fahrradsattel einzustellen und erst dann den Lenker auszurichten. Bist du Bike-Anfänger, reicht es, wenn die Differenz zwischen Sattel- und Lenkerhöhe ein bis zwei Zentimeter beträgt. Nach einigen Ausfahrten wirst du dich an diese Position gewöhnen – dann kannst du den Lenker auch weiter nach unten geben.

Fahrradlenker und Bremsen werden gecheckt

Fehler 4: Du trägst die falsche Kleidung

Zu einer angenehmen Ausfahrt mit dem Fahrrad gehört auch die richtige Bekleidung. Eine gute, gepolsterte Radhose macht Sinn. Doch auch ein Bike-Shirt bringt Vorteile mit sich: Die spezielle Faser transportiert den Schweiß vom Körper ab.

adidas Radausrüstung

Fehler 5: Du fährst mit dem falschen Fahrrad

Für Anfänger*innen muss das Fahrrad weder besonders leicht noch mit den neuesten Gadgets ausgestattet sein. Das Wichtigste ist, dass es zu deinem Körper und Fahrstil passt.

Fehler 6: Du trägst keine Fahrradbrille

Eine hochwertige Sport- bzw. Fahrradbrille trägt man nicht nur, um seine Augen vor UV-Einstrahlung zu schützen: Sie verhindert bei einer schnellen Abfahrt zum Beispiel auch, dass deine Augen tränen. Zudem können Insekten nicht so leicht in deine Augen gelangen.

Hast du das gewusst?

Eine gute Fahrradbrille schützt dich auch im Falle eines Sturzes: Die Brillengläser splittern aufgrund ihrer speziellen Brucheigenschaften nicht, deine Augen werden somit besser geschützt.

Fehler 7: Du fährst ohne Fahrradhandschuhe

Handschuhe sind – im Gegensatz zum Fahrradhelm – zwar kein Muss. Dennoch macht es Sinn, sie zu tragen. Immerhin schützen Handschuhe im Falle eines Sturzes. Weiters hast du mit speziellen Radhandschuhen die Lenkstange besser im Griff, z.B. wenn du viel schwitzt.

Fehler 8: Du übertreibst es im Training

Fahrradfahren hat viele Vorteile. Dennoch kommt es beim Fahrradfahren, genauso wie bei anderen Sportarten, immer auf die richtige Belastung an. Sei nicht übermütig bei der ersten Ausfahrt und geh es etwas ruhiger an.

Es „zu weit zu treiben“ kann auch bedeuten, dass du deine Fähigkeiten überschätzt. Fährst du mit deinem Mountainbike einen technisch zu anspruchsvollen Trail den Berg hinab, kann es zu Verletzungen kommen. Ebenso solltest du keine tagelange Gipfeltour planen, wenn deine Ausdauer noch nicht auf dem dafür notwendigen Level ist.

Fehler 9: Du berührst die heißen Bremsscheiben

Schon mal ein seltsames Geräusch gehört, nachdem du die Bremsen länger belastet hast? Das passiert, wenn sich aufgrund übermäßigen Gebrauchs Hitze bildet. Deshalb solltest du deine Bremsscheiben oder den Radkranz niemals nach einer Fahrt mit häufigem und langem Bremsen berühren – du könntest dir gefährliche Verbrennungen zuziehen!

Fehler 10: Du isst nicht genug

Du hast noch ein ganzes Stück vor dir und kommst drauf, dass ein Sandwich und eine Flasche Wasser wohl zu wenig sind? Sowas passiert dann meistens, wenn du gerade mitten im Nirgendwo bist und die Sonne vom Himmel brennt

Hast du eine mehrstündige Tour geplant, solltest du mindestens 40 g/h an Kohlenhydraten mit- und zu dir nehmen. Versuch außerdem jede Stunde ungefähr 500 ml Wasser zu trinken – mehr, wenn es ein besonders heißer Tag ist. Damit du dir deinen Proviant gut einteilen kannst, plane deine Zwischenstopps am besten schon vor der Tour ein.Erfahre jetzt mehr über die passende Sporternährung zum passenden Zeitpunkt.

Radfahrerin trinkt

Fehler 11: Du trägst keinen Sonnenschutz

Die meisten Radfahrer*innen sind stolz auf ihre krassen Bräunungsstreifen. Selbst wenn du vom vielen Radfahren schon braun gebrannt bist, heißt das aber nicht, dass du auf Sonnenschutz beim Sport verzichten kannst. Ganz im Gegenteil: Du solltest immer (auch bei bewölktem Himmel) Sonnencreme auftragen.

Fehler 12: Du weißt nicht, wie du einen Platten flickst

Fährst du regelmäßig mit dem Rad, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal einen Platten haben. Sieh dir ein paar Videos an und übe zuhause, wie man einen Platten flickt, damit du im Notfall vorbereitet bist. Vor allem vor einer längeren Tour solltest du dich mit deinen Werkzeugen und der Pumpe vertraut machen sowie ein oder zwei Reserveschläuche einpacken. So kannst du auch anderen Radfahrer*innen aushelfen!

Fehler 13: Du fährst unvorbereitet mit einer Gruppe mit

Die Tour de France hat dich inspiriert? Du hast dich gleich voll motiviert für eine Ausfahrt in einer Gruppe angemeldet?

Das ist schwieriger als es klingt. Vor allem bei hohen Geschwindigkeiten ist es wichtig, dass die Gruppe aufeinander abgestimmt ist und du weißt, wie du inmitten der anderen das Tempo halten und vorrausschauend fahren kannst. Fahre die ersten Male lieber weiter hinten und mach dich mit dem Fahrstil der anderen vertraut.

Vergiss nicht: Besonders bei Gruppen geht es nicht nur um deine, sondern auch um die Sicherheit der anderen Radfahrer*innen!

Fehler 14: Du vergisst auf die Gangschaltung

Die neuesten Fahrräder haben mittlerweile an die 20 Gänge. Nutze sie! Schalte runter, wenn du bergauf fährst, schalte hoch, wenn du bergab unterwegs bist. Vor allem bei längeren Touren kannst du so, deine Kraftreserven schonen.

Fehler 15: Es ist dir wichtig, was andere denken

Autofahrer*innen, andere Radfahrer*innen, Fußgänger*innen. Alle haben eine Meinung. Über dein Outfit, deinen Fahrstil, dein Bike… – vollkommen egal. Das Wichtigste ist, dass du eine Freude am Fahren hast und sicher unterwegs bist. Viel Spaß!

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