Gesunder Körperfettanteil >> Was deine Körperzusammensetzung bedeutet

Person pinching their skin to check body fat percent

In unserer Gesellschaft wird die Zahl auf der Waage leider viel zu oft als Indikator für unsere körperliche Gesundheit und Fitness gesehen. Doch egal, ob die Waage dein bester Freund oder dein größter Feind ist – es gibt bessere Methoden, um herauszufinden, was in deinem Körper vor sich geht. Eine davon ist es, auf deine Körperzusammensetzung zu achten. Denn wenn du zu- oder abnimmst, weißt du nach dem Wiegen nicht automatisch, ob es sich um Fett oder stoffwechselfördernde Muskeln handelt.

Curvy women working out in the park

Eins ist klar: Schlankes Muskelgewebe macht deinen Körper stärker, reduziert das Verletzungsrisiko und hilft dir dabei, auch in Zukunft (wenn du älter bist und die Muskelmasse abnimmt) einen gesunden Lifestyle zu führen. Eine Studie des National Institute of Health (Nationales Gesundheitsinstitut des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums) hat ergeben, dass die Muskelkraft von über 40-Jährigen um 16,6 % bis 40,9 % geringer ist als die von unter 40-Jährigen.

Körperfett hat vor allem bei Frauen eine unterstützende Wirkung für die Geschlechtsorgane und sorgt für einen gesunden und regelmäßigen Menstruationszyklus, ein Zeichen für Fruchtbarkeit. Ein Mensch ist nicht automatisch gesund, nur weil er dünn ist, einen Sixpack oder geringen Körperfettanteil hat.

So berechnest du deinen Körperfettanteil

1. Hautfaltenmessung (Calipometrie)

Bei dieser Methode werden drei Hautfalten zusammengekniffen und mit der Caliper-Zange anschließend deren Dicke gemessen. An der Beschriftung der Zange kannst du dann direkt deinen Körperfettanteil ablesen. Du kannst das ganz leicht zuhause mit einer entsprechenden Zange durchführen. Allerdings eignet sich diese Methode nicht besonders gut für fettleibige Menschen und es kann, je nachdem wer misst, zu Ungenauigkeiten kommen. Dafür geht es schnell.

Calipometrie

2. Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)

Keine Angst, du bekommst bei dieser Methode keinen Stromschlag – du wirst sogar gar nichts spüren dabei. Bei der bioelektrischen Impedanzanalyse geht es um „smarte” Waagen oder eben etwas bessere Geräte mit Elektroden für die Füße und manchmal sogar für die Hände. Wie das funktioniert? Elektrische Impulse werden durch deinen Körper geschossen und dann wird gemessen, wie lange sie brauchen, um wieder zurückzukommen. Danach erfährst du deinen Körperfettanteil.

Bioelektrische Impedanzanalyse

3. Hydrostatische Wägung

Diese Methode ist genauer als die zwei vorherigen, da ihre Berechnung auf Wasserverdrängung beruht – ja, ab ins Wasser mit dir! Dein Gewicht wird außerhalb und im Wasser gemessen und verglichen. So wird die Dichte berechnet und deine Körperzusammensetzung bestimmt. Diese Methode wird meist in medizinischen Einrichtungen (Krankenhäuser, Arztpraxen, Labore) angeboten.

4. Luftverdrängungs-Plethysmographie

Hier misst man statt der Wasserverdrängung einfach die Luftverdrängung (Plethysmographie = Volumenermittlung). Du sitzt dabei in einer Maschine, welche auch als „Bod Pod” bekannt ist.

Wenn du deinen Körperfettanteil ermittelt hast, kannst du unter den folgenden Tabellen nachsehen, was er für dich bedeutet:

Körperfettanteil bei Männern

Körperfettanteil bei Männern Tabelle

Körperfettanteil bei Frauen

Körperfettanteil bei Frauen Tabelle

Tipps zum Abbauen und Vermeiden von (zu viel) Körperfett

Jetzt weißt du, dass die Zahl auf der Waage nicht die einzige Messmethode für deinen Körper ist. Kennst du deinen Körperfettanteil oder möchtest ihn nun unbedingt herausfinden? Erzähl uns davon in den Kommentaren!

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Lunden Souza Lunden ist Personal-Trainerin und der Runtastic Fitness Coach. Mit ihren Tipps und Workouts über Fitness und Ernährung inspiriert sie Runtastics auf der ganzen Welt. Alle Artikel von Lunden Souza anzeigen »

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