Eiweißhaltige Lebensmittel: Insekten essen als Proteinquelle

Bol y cuchara con polvo de grillo

Egal, ob du läufst oder lieber auf Kraft trainierst – steigert sich dein Fitnesslevel, steigert sich auf dein Bedarf an Protein. Solltest du daher mehr Fleisch und Milchprodukte zu dir nehmen? Nicht unbedingt! Viele Athlet*innen wählen Alternativen wie pflanzliche und vegane Proteinquellen. Eine weitere Option, die sich seit ein paar Jahren zu einem regelrechten Trend entwickelt hat: Insekten essen. In der Küche fernöstlicher Länder schon lange vertreten, finden die Krabbeltiere aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit nun auch ihren Platz in den Vorratskammern westlicher Länder.

Tipp:

Du möchtest wissen, wie viel Protein du täglich zu dir nehmen solltest? Probier’s mal mit unserem Eiweiß-Rechner und find es heraus!

Insekten vs. Fleisch

Auf der Suche nach eiweißhaltigen Lebensmitteln, aber keine Lust auf Fleisch oder Milchprodukte? Insekten essen kann sogar mehr Protein liefern, als wenn du Fleisch zu dir nimmst. Eine im European Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie zeigt, dass Insekten zwischen 9,96 und 35,2 Gramm an Protein pro 100 Gramm enthalten.(1) Bei Fleisch sind es nur 16,8 bis 20,6 Gramm. Der Proteingehalt hängt allerdings stark von der Insektenart ab – bei über 2.100 Arten an essbaren Insekten ist die Auswahl groß. Grillen, Heuschrecken, gewisse Ameisen und Mehlwürmer sind die beliebtesten, reichhaltigsten und auch kalorienreichsten Proteinquellen im Insektenreich.

Schon gewusst?

Das Schuppentier, oder auch Pangolin, liebt es, Insekten zu essen. Am liebsten Ameisen, die es mit seiner langen, klebrigen Zunge verschlingt. Schuppentiere zählen übrigens auch zu den am meisten gehandelten Tieren der Welt (ungefähr 2,7 Millionen pro Jahr) und sind außerdem eine gefährdete Tierart. Mit Run Wild wollen wir 1 Million Athlet*innen mobilisieren, für 1 Million bedrohte Tierarten zu laufen – in diesem Artikel zu Run Wild erfährst du mehr darüber!

Warum Insekten essen umweltfreundlich ist

Für all jene, die ihren ökologischen Fußabdruck klein halten wollen, ist Insekten essen eine gute Option. Insekten für den Verzehr zu züchten und zu halten verbraucht meist weit weniger Ressourcen als die Fleischproduktion. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO – eng. Food and Agriculture Organization) brauchen Grillen sechsmal weniger Futter als Rinder, viermal weniger als Schafe und halb so viel wie Schweine und Masthähne, um die gleiche Menge an Protein zu produzieren. Ein weiterer Bonus: Sie selbst und ihre Zucht erzeugen signifikant weniger Treibhausgase als bei anderen Tieren.

In Zeiten von immer stärker spürbaren und schneller voranschreitenden Auswirkungen des Klimawandels kannst du als Einzelperson schon umweltfreundlicher leben, indem du zum Beispiel deinen Rinderburger das nächste Mal gegen einen Grillenburger austauschst.

Eating insects to decrease the environmental footprint

Eiweißhaltige Lebensmittel 2.0: Insekten essen für Anfänger*innen

Du möchtest es gerne einmal ausprobieren, weißt aber nicht, wo oder wie du am besten anfängst? Gleich vorab: Wir raten davon ab, bei der nächsten Wanderung auf die Jagd zu gehen und jede Heuschrecke, die dir unterkommt, zu snacken. Am besten ist, du informierst dich erst einmal – du wirst überrascht sein, wie viele unterschiedliche essbare Insekten es gibt. Es gibt Fliegen, die nach Schimmelkäse, Ameisen, die nach Zitronenschale, und Wasserkäfer, die nach Wassermelonenbonbon schmecken. Wir verraten dir, wie du Insekten als Proteinquelle in deinen Ernährungsplan einbauen kannst!

Beim Backen

Grillenpulver, also gemahlene Grillen, kannst du ganz einfach als Ersatz für herkömmliches Proteinpulver verwenden. Du kannst damit Brot backen, Energieriegel oder einen Proteinshake machen. Da es mittlerweile recht beliebt ist, ist es auch leicht zu bekommen. Solltest du trotzdem Probleme haben, es aufzutreiben, kannst du dir einfach zuhause dein eigenes Proteinpulver machen.

Zum Snacken

Ebenfalls leicht zu finden, vor allem online oder bei Märkten, die auf die asiatische (v.a. fernöstliche) Küche spezialisiert sind: essbare Mehlwürmer. Um diese Insekten zu essen, musst du sie einfach nur in pflanzlichem Öl anbraten, gut abtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen – et voilà: ein leckerer, proteinreicher Snack voller Aminosäuren und Ballaststoffen.

Als Pasta-Topping

Unser Top-Tipp: gebratene Grillen. Die passen nämlich so gut wie überall dazu! Bereite sie genauso zu wie die Mehlwürmer und verwende sie dann als Topping für Risotto, Pasta, Tacos etc. – super alternative Proteinquelle und auch schön knusprig. Lust auf einen proteinreichen Snack für zwischendurch? Gebratene Grillen schmecken besonders gut, wenn du sie in Guacamole tunkst!

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