Frauensport >> Bewusstsein schaffen, Barrieren überwinden

Schon mal davon geträumt, einen Marathon zu laufen? Vielleicht hast du dir sogar vorgestellt, wie du die Ziellinie überquerst, umringt von deinen Unterstützerinnen, deiner Familie und deinen Freunden und ihr gemeinsam feiert. Vor nicht allzu langer Zeit war all dies für Frauen nicht möglich. Als Kathrine Switzer 1967 als erste Frau beim Boston Marathon mitlief, ging dies nur, weil sie ihren Vornamen nicht angab und so ihr Geschlecht „versteckte”. Während des Rennens wurde sie von einem Trainer gerammt, der dagegen war, dass Frauen an solchen Wettkämpfen teilnehmen. Switzer ließ sich davon nicht beeindrucken: Sie stand wieder auf, putzte den Dreck von ihrer Kleidung und lief weiter.

Was hält dich zurück?

Im Sport gibt es zahlreiche Barrieren für Frauen. Wie zum Beispiel der Mangel an sportlichen Angeboten für Mädchen, sexuelle Belästigung oder mögliche Gefahren, wenn man alleine laufen geht. Andere Barrieren und Hindernisse entstehen im Kopf und werden über die Jahre hinweg (oft unbewusst) verinnerlicht. Hast du manchmal das Gefühl, dass du nicht den richtigen Körperbau hast, um Sport zu machen? Zu dünn, zu dick, zu schwach, zu langsam? Hast du schon einmal Angst gehabt, dass dich Muskeln „unweiblich” aussehen lassen? Es ist hart, sich für Sport zu motivieren, wenn dich all diese Gedanken zurückhalten. Manche davon betreffen Männer übrigens genauso, andere wiederum nur Frauen. So oder so, je eher du loslegst und aktiv wirst, desto eher kannst du deinen Gegnern davonlaufen!

Motivation gefällig? So übernimmst du die Kontrolle!

Wir haben ein paar Tipps, die dir helfen sollen, den richtigen Antrieb und auch Unterstützung zu finden – damit du unbeschwert trainieren und dich ganz auf deine Fitness konzentrieren kannst.

1. Werde Teil einer Gruppe oder Community

Hält dich mangelndes Selbstbewusstsein davon ab, laufen zu gehen oder zu trainieren? Wirst du Teil einer Gruppe oder Fitness-Community kannst du dich auf die Unterstützung anderer verlassen: Gemeinsam mit Gleichgesinnten zu trainieren hilft dir dabei, dich zu motivieren, dranzubleiben und im besten Fall viele neue Freunde und Freundinnen zu finden. Such dir gleich eine adidas Runners Community in deiner Nähe und probier’s aus oder trommel deine Freundinnen, Geschwister, Kollegen,… zusammen und gründet ein Team für den nächsten Staffellauf.

2. Informiere dich

Blätter dich durch Sportmagazine, lies Fitnessblogs und hol dir die wichtigsten Tipps für deinen Start ins Lauftraining. Du bist schon mittendrin, suchst aber nach einem neuen Ziel? Dann sieh dir an, welche Tipps diese zwei Powerfrauen für deine Marathonvorbereitung haben.

3. Sprich darüber und tausche dich aus

Egal, ob es deine Mama, dein Bruder, deine Tochter oder dein Partner ist – sprich mit den Frauen und Männern in deinem Leben über deine Erfahrungen, Ängste und Bedürfnisse. Je mehr Bewusstsein dafür geschaffen wird, wie unser Verhalten andere beeinflusst – sei es deren Selbstbewusstsein, deren Sicherheitsgefühl oder eben auch deren Wille Sport zu treiben – desto eher werden Barrieren überwunden und wir kommen der Gleichberechtigung wieder einen Schritt näher.

Fühle dich unabhängig und sicher

Du läufst lieber alleine? Damit du dich dabei sicher und wohl fühlst – vor allem, wenn du im Dunkeln laufen gehst – solltest du ein paar Dinge beachten:

Tipps für mehr Sicherheit:

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Emily Lemon Als Übersetzerin und Literaturwissenschafterin liegt Emily eine kulturübergreifende Kommunikation am Herzen – eine Leidenschaft, die sie als US-Amerikanerin in Österreich jeden Tag lebt. Alle Artikel von Emily Lemon anzeigen »