4 häufige Ursachen für Kopfschmerzen nach Sport und währenddessen

Die häufigsten Ursachen von Kopfschmerzen beim Sport

Stechende Schmerzen bei den Schläfen, ein Ziehen hinter der Stirn – Kopfschmerzen kennt jede*r, Ursachen gibt es viele. Manche von uns leiden aber vor allem während oder nach dem Sport darunter. 

Gut zu wissen:

Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen unterschieden. Primäre Kopfschmerzen werden beispielsweise durch Stress, Verspannungen oder zu wenig Schlaf ausgelöst. Sekundären Kopfschmerzen hingegen sind ein Symptom einer Erkrankung wie zum Beispiel Bluthochdruck, einem Infekt, Drogenentzug oder auch einem Schlaganfall.

In diesem Artikel stellen wir 4 häufige Ursachen für Kopfschmerzen nach Sport und Training vor und verraten, was dagegen hilft und wie du sie vermeiden kannst. Darüber hinaus beantworten wir die Frage, ob Sport Migräne auslösen kann.

#1: Schlechte Haltung

Eine schlechte Haltung im Alltag, Stress und eine Fehlbelastung beim Sport, kann zu Verspannungen und so zu Kopfschmerzen führen. Bei den sogenannten Spannungskopfschmerzen kommt es zu einem drückenden, dumpfen Schmerz, der sich im ganzen Kopf verteilt. (1)

Rücken einer Frau im Sportgewand

Kopfschmerzen vermeiden

Achte bei deinen Workouts immer auf die korrekte Ausführung und deine Haltung. Hier findest du Tipps zur richtigen Haltung beim Laufen und welche häufigen Fehler bei der Ausführung von Bodyweight-Übungen passieren.

Bei Kopfschmerzen nach dem Training kannst du die Entspannung deiner Muskeln durch Wärme, eine Massage oder Übungen gegen Nackenschmerzen unterstützen.

#2: Flüssigkeitsmangel

Egal, ob beim Sport oder einfach so – Flüssigkeitsmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen. Mit unserem Flüssigkeitsbedarf-Rechner kannst du dir ganz einfach ausrechnen, wie viel du am Tag trinken sollst.

Mann übergiesst sich nach dem Training mit Wasser, da Dehydrierung einer der Gründe für Kopfschmerzen sein kann

Kopfschmerzen vermeiden

Abgesehen davon, dass du untertags immer darauf achten solltest, genügend zu trinken, gibt es spezielle Sportdrinks, die deinen Körper nicht nur mit Flüssigkeit versorgen, sondern auch wichtig Mikronährstoffe liefern.

#3: Niedriger Blutzucker

Du bekommst beim Training nicht nur Kopfschmerzen, sondern fühlst dich generell schwach, zittrig und dir wird schwindlig oder vielleicht sogar übel? Diese Symptome deuten auf einen niedrigen Blutzucker und somit leere Energiereserven hin. Achte also immer darauf, dass dein Körper auch wirklich genügend Energie für dein Training hat. 

Schokolade und Wein können zu Kopfschmerzen führen

Kopfschmerzen vermeiden

Bemerkst du die oben genannten Symptome während des Trainings, solltest du eine Pause einlegen. Du kannst deine Energiereserven auffüllen und deinen Blutzucker nach oben drücken, indem du vor allem auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel setzt. 

Darüber hinaus gibt es übrigens auch ein paar Nahrungsmittel, die – meist in Kombination mit anderen Ursachen – ebenso Kopfschmerzen und Migräne auslösen und/oder verstärken können. Diese solltest du vermeiden (2)

  • Alkohol (vor allem Wein oder Bier)
  • Schokolade
  • Koffein
  • gereifter Käse
  • sowie Lebensmittel, die reich an
    • Mononatriumglutamat
    • künstlichen Süßstoffen
    • und Konservierungsmitteln wie Nitraten oder Nitriten sind

#4: Belastungskopfschmerzen

Primäre Kopfschmerzen, welche durch intensive körperliche Belastung ausgelöst werden, nennt man Belastungskopfschmerzen. Sie äußern sich durch pulsierende, migräneartige Schmerzen in beiden Kopfhälften (bilaterale Kopfschmerzen) und dauern zwischen 5 Minuten und 48 Stunden an. (3, 4) Im schlimmsten Fall kann es zusätzlich zu Erbrechen und Sehstörungen kommen. Du solltest Kopfschmerzen im Zusammenhang mit körperlicher Erschöpfung also unbedingt ernst nehmen.

Nahaufnahme von Handtraining

Kopfschmerzen vermeiden

Belastungskopfschmerzen treten vor allem dann auf, wenn das Warm-up ausgelassen wurde, die Intensität deines Trainings oder die Temperatur zu hoch sind. Sie können ebenso auftauchen, wenn du dich auf in großen Höhen befindest – also zum Beispiel bei einer anstrengenden Wanderung im Gebirge.

Um diese Kopfschmerzen zu vermeiden, kannst du einerseits die Intensität deiner Workouts verringern. Andererseits können diese Tipps fürs Laufen im Sommer helfen, Hitze besser auszuhalten und Flüssigkeitsmangel vorzubeugen.

Wichtig:

Dauern Kopfschmerzen mehrere Tage lang an oder gibt es im Monat mehr Tage mit als ohne Kopfschmerzen, solltest du dich von eine*r medizinischen Expert*in beraten lassen. So kann abgeklärt werden, ob es sich um sekundäre Kopfschmerzen handelt und eine Erkrankung die Ursache ist.

Kann Sport Migräne auslösen?

Vorab sei gesagt, dass die Erforschung von Migräne im Zusammenhang mit Sport noch nicht voll ausgereift ist. Es gibt allerdings Studien, die zeigen, dass bei Menschen, die unter häufigen Migräneanfällen leiden, diese durch Training ausgelöst werden können. Es wird vermutet, dass es über die bereits erwähnten Belastungskopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen eher zu einem Migräneanfall kommt.(5) Solltest du also anfällig für Migräne sein, ist es besonders wichtig, dass du den 4 Ursachen für Kopfschmerzen nach Sport und währenddessen vorbeugst.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Studien zeigen ebenso, dass regelmäßiger Sport gegen Migräne helfen oder zumindest die Intensität der Schmerzen reduzieren kann. Dies wird unter anderem auf die Produktion von Endorphinen beim Sport zurückgeführt.(6, 7)

Fazit

Bevor du mit deinem Training beginnst, solltest du sicherstellen, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir genommen und genügend Energiereserven hast. Achte während des Workouts auf die korrekte Ausführung und eine gute Körperhaltung. Solltest du starke Kopfschmerzen in Kombination mit Schwindel, Übelkeit, Zittern und/oder Erbrechen haben, mach auf jeden Fall eine Pause und wende dich an deinen Arzt/deine Ärztin. Ebenso, wenn die Kopfschmerzen mehrere Tage lang andauern.

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Katrin Grabner Katrin hat Romanistik studiert, als Journalistin gearbeitet und setzt sich als Copywriterin für inklusive Sprache ein. Egal, ob sie Yoga macht oder einen Blogartikel schreibt – Humor darf dabei nie fehlen. Alle Artikel von Katrin Grabner anzeigen »