Laufen in der Schwangerschaft? Die guten und die schlechten Seiten

A pregnant woman running

von Jamie King, Competitive Ultra Runner

Schwanger laufen ist ein komplett neues Lauferlebnis im Vergleich zu den Zeiten vor der Schwangerschaft. Anstatt auf Ziele und Rekorde zu achten, gehst du einfach zum Spaß oder zum Stressabbau Laufen. Also liebe Mamas da draußen….

Two women running

…hier ein paar Insider-News zum Laufen während der Schwangerschaft

Die guten Seiten

Kein Druck (wirklich gar keiner)

Auch, wenn es vielleicht zuerst frustrierend ist, deine Ziele zurückzustecken – ohne Trainingsplan und –ziel im Kopf kann Laufen wirklich erfrischend und befreiend sein. Ohne Erwartungen an der Startlinie läufst du einfach nur, weil’s dir gerade Spaß macht.

Probier’ etwas Neues!

Wenn du schwanger bist, musst du die damit verbundenen Veränderungen einfach annehmen. Für mich heißt das, sowohl im Training als auch beim Laufen neue Dinge auszuprobieren. Da ich schwanger nun mal keinen Ultra-Marathon laufen kann, war das die Gelegenheit mit neuen Distanzen zu experimentieren. Ich bin eine 10 km Strecke gelaufen und war überglücklich, dass ich es rechtzeitig zum Frühstück geschafft habe! Versuch zusätzlich Yoga, Krafttraining und auch Schwimm-Workouts in deine wöchentliche Routine einzubauen. Das verringert den Druck auf die Gelenke und sorgt für neue Anregungen, Glücksgefühle und Herausforderungen während der Schwangerschaft!

Die schlechten Seiten

Häufige Klopausen

Eines der nervigsten Dinge am Laufen in der Schwangerschaft sind die häufigen Klopausen. Selbst, wenn du vor dem Laufen aufs Klo gehst, wirst du kurz nachdem du los bist wieder müssen. Und dann wahrscheinlich wieder…und wieder.

Das große Hüpfen

Eine der größten Herausforderungen am Laufen während der Schwangerschaft ist es, Wege zu finden, sich dabei wohlzufühlen und es so komfortabel wie möglich zu haben – also die richtige Ausrüstung zu haben, die dich dabei unterstützt. Mit wachsenden Brüsten, Bauch und Füßen ist es wirklich nicht einfach, die passenden Sachen zu finden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass deine ganze Vor-Schwangerschafts-Ausrüstung (ja, sogar deine Laufschuhe!) anfängt sich ärgerlich eng anzufühlen.

Als ich das erste Mal schwanger laufen war, habe ich mir die Nippel so wund wie noch nie gerieben. Als eher kleinbrüstige Frau habe ich mir nie wirklich Gedanken über verrutschende und hüpfende Brüste machen müssen. Aber wenn du schwanger bist, kannst du möglicherweise an nichts anderes sonst denken.

Die hässlichen Seiten

Akzeptieren, die Nummer 2 zu sein

Einer der Hauptgründe warum ich während meiner Schwangerschaft weniger Laufen ging, war mein großer Ehrgeiz. Ich liebe Laufen und weiß, dass es auch während der Schwangerschaft viele Vorteile für die eigene Gesundheit hat. Doch ab und zu kann ich meinen inneren Ehrgeiz leider nicht unterdrücken.

Es war für mich mental irrsinnig schwierig (und extrem frustrierend) mein Lauftempo und sogar meinen Kraftaufwand zu reduzieren. Ich war total außer Atem und das Laufen war zu anstrengend geworden. Und auch wenn ich wusste, dass es das Richtige war, sich eine Pause zu gönnen – als ehrgeiziger und sehr aktiver Mensch war das alles andere als einfach.

Wachsende Schmerzen

Während einer gesunden Schwangerschaft wirst du nicht nur eine Gewichtszunahme und ein erhöhtes Hormonlevel durchleben, sondern natürlich auch die allgemeine
Erschöpfung, die es nun mal mit sich bringt, wenn ein neuer Mensch in einem
heranwächst. Kombiniert man all diese Dinge, kann es zu einer ganzen Reihe an
Schmerzen und Beschwerden kommen: Rückenweh, Hüft- und Gelenksschmerzen, und so weiter und so fort. Nicht zu vergessen: der Druck in der Unterleibs- und Beckengegend – immerhin muss dein Körper sich ausdehnen, um deiner wachsenden Gebärmutter genügend Platz zu schaffen. Glaub mir, wenn du es schaffst, all diese Veränderungen zu akzeptieren und dich nicht zu sehr damit zu beschäftigen wie es davor war, kann dir deine neue Routine viel Freude und Freiheit bringen.
Tu einfach das, was sich für deinen Körper gut anfühlt und vergiss nicht, deine
Ärztin um Rat zu fragen, bevor du während der Schwangerschaft trainierst.

Fröhliches Laufen!

Über Jamie King:

Jamie ist Gründerin der Plattform Fit Approach, einer bekannten Online-Fitness-Community, auf der Blogger, Marken und Fitnessfans zusammenkommen und sich über ihre Vorliebe für Schweiß und ihren #sweatpink Lifestyle austauschen. Seit 2005 ist sie Fitnesstrainerin und Yoga-Lehrerin mit über 500 Praxisstunden. Sie ist Eigentümerin von Flex & Flow, eines beliebten Fitness- und Yoga-Studios. Darüber hinaus ist sie professionelle Ultramarathonläuferin und liebt generell alles, was mit Fitness zu tun hat.

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