Laufen mit Hund: 5 Vorteile, die das Training mit sich bringt

Man is running on the beach with his dog

Ob bei Regen oder Sonnenschein – ein Hund ist stets motiviert, sich zu bewegen. Nicht zuletzt deswegen ist ein Hund an deiner Seite der ideale Laufpartner und Trainer. 

Ein Mann läuft mit seinem Hund am Strand entlang

Diese 5 Vorteile bringt das Laufen mit Hund mit sich:

1. Ein Hund schärft deine Sinne

Denk immer daran: Wenn du deinen Hund mit zum Laufen nimmst, trägst du für ihn die Verantwortung. Du bist beim Laufen gezwungen, noch vorausschauender zu sein bzw. das Umfeld (Stichwort Verkehrssituation) richtig einzuschätzen. Außerdem ist es wichtig, andere Hunde, Spaziergänger oder Jogger rechtzeitig zu sehen. Vor allem beim Laufen im Wald muss der Überblick – z.B. über andere Tiere – behalten werden.

Vorteil:
Für viele ist das Laufen eine Auszeit vom Alltag. Manche spulen ihre Trainingszeit einfach nur ab, ohne sie bewusst zu erleben. Durch die nötige Aufmerksamkeit beim Laufen mit einem Hund schärfst du deine Sinne und übst deine Reaktionsbereitschaft. Du wirst das Laufen auf eine ganz neue Weise erleben und das wiederum erhöht den Trainingseffekt.

2. Ein Hund bereichert deinen Trainingsablauf

Ein Hund springt gern vor Begeisterung herum, schnüffelt ständig hier und dort und läuft nicht gern in einem gleichmäßigen Tempo. Gut so! Immerhin könnte das dein normales Ausdauertraining von Grund auf verändern.

Vorteil:
Der Trainingsalltag eines Läufers ist meist eher monoton. Oft fehlen neue Reize und Variationen, um die Laufperformance zu verbessern. Läufst du mit deinem Hund, bist du gezwungen, auf seine Tempovariationen zu reagieren. Damit bleibt das Lauftraining dynamisch. Zudem wird dein Körper ständig mit neuen Frequenz- und Tempowechseln versorgt. Fazit: Mit einem Hund an deiner Seite gehört ein einfacher Dauerlauf der Vergangenheit an! Diese Umstellung wird deiner Leistungsentwicklung gut tun.

3. Ein Hund ist dein Trainingsplaner

Die meisten planen ihre Route sowie die Trainingsinhalte erst kurz vor oder bereits während des Laufs. Eine Laufeinheit mit dem Hund benötigt jedoch einiges mehr an Planung. Zunächst solltest du genau wissen, wie lange dein Training dauern wird. Denk außerdem darüber nach, welchen Untergrund die Route bietet: Um die Pfoten und Gelenke des Hundes zu schonen, sollte die Laufrunde nur einen sehr geringen Anteil an asphaltiertem oder geschottertem Untergrund beinhalten. Zusätzlich solltest du bei heißen Temperaturen auf eine Strecke mit viel Schatten Wert legen. Ideal ist es, in der Nähe eines Flusses oder Sees zu laufen.

Vorteil:
Durch das Laufen mit einem Hund bist du dazu gezwungen, dein Lauftraining vorab zu planen. Hierdurch bist du stets im Bilde, wie hoch und wie umfangreich du deinen Körper belastest. Du kannst das Training im Vorfeld jederzeit neu strukturieren und verändern.

Ein Mann läuft mit seinem Hund im Wald

4. Dein Hund ist dein Beschützer

Hunde sind beim Laufen hervorragende Beschützer. Wittern sie Gefahr, werden sie alles tun, um ihrem Frauchen oder Herrchen beizustehen. Ein Hund wirkt auf Außenstehende oft schon allein durch seine Anwesenheit abschreckend. Und auch bei gesundheitlichen Problemen kann dein Hund eine rettende Hilfe sein.

Vorteil:
Viele Läufer fühlen sich, vor allem abends, beim Laufen mit Hund sicherer. Zudem verfolgen sie eher ihre läuferischen Ziele, wenn ein treuer Begleiter mit unterwegs ist.

5. Ein Hund ist stets motiviert

Laufen mit Hund – das ist immer eine gute Idee! Dein Trainingspartner wirst stets hoch motiviert und begeistert sein, dich begleiten zu dürfen. Für einen Hund gibt es weder Ausreden noch schlechtes Wetter. Und sobald er sich auch an das Laufen mit dir gewöhnt hat, wird dein Hund das Training einfordern.

Vorteil:
Nicht immer ist man zum Laufen motiviert – der bekannte erste Schritt vor die Haustüre fällt einem oft schwer. Hier spornt dich dein Laufpartner mit der kalten Schnauze für die nächste Einheit an. Damit ein Hund seinen Bedürfnissen nachgehen kann, musst du raus. Nun kannst du auch gleich dein Training absolvieren und so das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden.

Fazit:

Das Laufen mit einem Hund als Trainingspartner ist nicht immer einfach. Ein Hund wird dich zu einem ständigen Fahrtspiellauf zwingen, das ein oder andere Mal an der Leine ziehen und eine saubere Lauftechnik verhindern. Auch zwingt dich der Vierbeiner zu Pausen während des Ausdauerprogramms und verhindert durch deine permanent geforderte Aufmerksamkeit die Chance auf das sogenannte „Runners High“. Und dennoch: Ein Hund wird dir viel mehr geben, als er dir von deinem Lauferlebnis nimmt!

Hunde lieben das Laufen. So wird er dir grenzenlose Freude entgegenbringen: Diese beginnt in dem Moment, in dem du dir die Laufschuhe schnürst und endet erst, wenn du sie nach dem Laufen wieder ausziehst. Ein Hund wird dich ein Leben lang mit Begeisterung und Passion begleiten und dir zur Seite stehen.

Denk nicht an die Schwierigkeiten, die dir das Laufen mit Hund bereiten könnte, sondern genieß die gemeinsame Trainingszeit. Dein Hund ist der einzige Laufpartner, der dich immer mehr lieben wird als sich selbst!

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Sascha Wingenfeld

Sascha, Gesundheitspädagoge und aktiver Triathlet, betreut seit mehr als 10 Jahren Läufer aus verschiedenen Leistungsklassen. „Ich brenne für meinen Job und liebe das Laufen!" Alle Artikel von Sascha Wingenfeld anzeigen »