Runtastic Erfolgsgeschichte: So habe ich 120 kg abgenommen

Es war schon ein interessanter Weg bis hierher.

Angefangen hat das Ganze im September. Damals gab es Komplikationen bei einer einfachen OP. Ich bekam eine schwere Sepsis und wurde für mehrere Tage in künstlichen Tiefschlaf versetzt und mehrere Male notoperiert.

Fast eine Woche lang war der Ausgang unsicher, gerade rechtzeitig konnte noch ein Antibiotikum gefunden werden, das anschlug, und es ging langsam bergauf. Ein paar Tage später wurde die Aufwachphase eingeleitet. Diese dauerte dann ca. eine Woche, bis ich wieder soweit klar im Kopf war, dass ich sagen konnte, ich bekomme mit, was um mich herum passiert. (Über die Zeit im Tiefschlaf könnte ich gesondert ganze Bücher schreiben. Ein Erlebnis, wie ich es niemandem wünsche, aber trotzdem eine Erfahrung, die einschneidend ist.)

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir erst bewusst, dass ich nicht mehr laufen konnte, da im Tiefschlaf meine Muskeln „zusammengefallen“ waren. Auch sprechen fiel mir durch die lange Intubation extrem schwer. Durch die vielen Medikamente hat mein Körper in der Tiefschlafphase alles an Wasser eingelagert, was er bekommen konnte. So wog ich nicht mehr 192 kg (Eintrittsgewicht im KH) sondern 225,5 kg. Ein Bild aus dieser Zeit seht ihr unten.

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Dementsprechend schwer war die Physio am Anfang. Das war auch der Wendepunkt für mich, an dem ich mir selbst gesagt habe, dass es mit meinem Gewicht nicht mehr so weitergehen kann. Auch die Tatsache, welche Leistungen Pfleger, Schwestern und Ärzte bei einem Menschen mit solchem Körpergewicht im Krankenhaus bringen müssen, ist unmenschlich und war mir extrem peinlich.

Vier Wochen, nachdem ich ich aus dem Tiefschlaf geholt wurde, bin ich dann zwar mit Krücken, aber auf eigenen Beinen nach Hause entlassen worden. 8 – 12 Wochen wurden mir seitens der Ärzte prophezeit. Aber mit ein bisschen Ehrgeiz ging’s eben in vier. Zu dieser Zeit wog ich noch ca. 165 kg. Von da an habe ich auch zu Hause meine Ernährung komplett umgestellt. Wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß, ganz wenig Zucker, kaum Fett, kein Schweinefleisch, kein Weißmehl mehr. Beim Trinken habe ich mich auf Wasser beschränkt. Alkohol nur gelegentlich in Maßen genossen. Und ganz wichtig: mind. 4-5 KLEINE Mahlzeiten am Tag. Die wichtigste Grundregel zum Abnehmen ist in meinen Augen aber nicht, auf eine Diät zu vertrauen, sondern sich bewusst mit der Ernährung auseinanderzusetzen. Diäten sind nur für einen bestimmten Zeitraum ausgelegt und nicht ein Leben lang durchführbar. Eine Ernährungsumstellung dagegen ist etwas Langfristiges. Das ist aber nur machbar, wenn man sich dessen auch bewusst ist und in den ersten Monaten die notwendige Disziplin hat.

Irgendwann im Frühjahr wurde mir dann klar, dass ich auch mit Sport anfangen musste, um weiterzukommen. Zuerst nur wenige Minuten auf dem Ergometer bei wenig Widerstand. Woche für Woche wurde es dann länger und intensiver, bis ich dann angefangen habe, Mountainbike zu fahren. Und dabei bin ich auch geblieben. Als Ausgleich gehe ich gerne mal Wandern oder einfach lange Strecken spazieren, aber das Mountainbiken hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Und die Kombination aus bewusster Ernährung und regelmäßigem Sport hat Kilo um Kilo verschwinden lassen. In dieser Zeit haben auch meine Aufzeichnungen mit Runtastic begonnen. Normalerweise habe ich sech Trainingstage und einen Ruhetag pro Woche. Meist versuche ich morgens eine Stunde zu trainieren und dann nochmal mittags oder abends 1 – 1,5 Stunden. Ab dem Frühjahr fahre ich z.B. auch wieder mit dem Rad zur Arbeit (60 km täglich). Damit habe ich dann schon ca. 2 Stunden Training jeden Tag und komme auch kostengünstig zur Arbeit 🙂 Und an den Wochenenden geht’s dann mit dem Bike in die Berge.

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Heute schwanke ich zwischen 73 und 78 kg, je nach Jahreszeit. Im Sommer etwas weniger, im Winter etwas mehr. Jedoch habe ich gelernt, mein Gewicht auch bewusst zu kontrollieren. Die Steigerung der Lebensqualität war jede Stunde Aufwand und Entbehrung wert. Mittlerweile ist das Biken zur „Sucht“ geworden. Dementsprechend freue ich mich schon aufs Frühjahr und auf die nächsten paar tausend Kilometer mit meinem Drahtesel.

Grundsätzlich kann das, was ich geschafft habe, JEDER schaffen. Es geht nur darum, nicht die Disziplin zu verlieren, auch wenn das Gewicht beim Abnehmen mal für einige Wochen stehen bleibt: Am Ball bleiben und weitermachen. Das Ergebnis kommt dann ganz von allein 🙂

Heute kann ich nur jedem übergewichtigen Menschen empfehlen, es zumindest einmal zu versuchen. Wem es gelingt, der wird es sicher nicht bereuen.

Macht’s gut!
Euer Thomas

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