Die 6 häufigsten Mythen über erholsamen Schlaf

Damit du gesund bleibst und dich wohlfühlst, ist ausreichend erholsamer Schlaf sehr wichtig. Wusstest du etwa, dass wir ungefähr ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen verbringen? Trotzdem beschäftigen sich viele Menschen nicht genug mit diesem Thema. Leider sind dazu auch viele Annahmen verbreitet, die gar nicht stimmen – und das kann gut und gern dafür sorgen, dass der Erholungsfaktor deiner Nächte nicht so hoch ist, wie er sein sollte.

Hier erfährst du, was es mit den 6 häufigsten Mythen zum Thema Schlaf auf sich hat, damit du besser schläfst und während des Tages mehr Energie hast. 

A woman sleeping

Mythos #1: „Je älter ich werde, desto weniger muss ich schlafen.”

Die Kinder zur Schule bringen, den Haushalt schmeißen, ein wichtiges Projekt im Job abgeben… Ganz klar: Je älter wir werden, desto mehr Verantwortung müssen wir zuhause oder auch im Job übernehmen. Und da ist es verlockend, die wertvolle Zeit, in der wir eigentlich schlafen sollten, für wichtige Erledigungen zu nutzen.

Es ist aber eine verbreitete Fehlannahme

…dass du weniger Schlaf brauchst, wenn du älter wirst.

Auch wenn es keine allgemeingültige Schlafempfehlung für Menschen jeden Alters gibt: Zwischen 7 und 9 Stunden sollten es sein, damit du dich fit und ausgeglichen fühlst.(1) Wenn du dich launischer und energieloser als zu deiner Teenagerzeit fühlst, ist das häufig der Fall, weil du nicht genug schläfst.

Mythos #2: „Ich kann Schlaf später nachholen”

In Wahrheit ist es nicht so einfach, Schlaf nachzuholen. Manchmal müssen wir während der Woche mit nur wenigen Stunden Schlaf auskommen; oft trösten wir uns selbst damit, dass wir dann am Wochenende ohnehin ausschlafen können. Ein größeres Schlafdefizit lässt sich jedoch nicht so leicht am Wochenende ausgleichen. Es fällt den meisten Menschen schwer so viele Stunden am Stück zu schlafen, wie sie bräuchten.(2)

Ausschlafen am Wochenende…

…kann keinen Schlafmangel während der Arbeitswoche ausgleichen.

Versuch jeden Tag genug und etwa gleich viel zu schlafen. Schlafmangel kann längerfristig zu einem Gewichtsanstieg und chronischen Erkrankungen führen.

A woman is lying awake in bed

Mythos #3: „Ein Mittagsschlaf bringt meinen Schlafrhythmus durcheinander”

Nach dem Mittagessen bist du vielleicht sehr müde. Aber keine Sorge, ein Energietief um diese Tageszeit ist etwas völlig Normales. 

Ein Powernap…

…kann dafür sorgen, dass du dich am späten Nachmittag wacher und produktiver fühlst.

Von einem Mittagsschläfchen hast du dann am meisten, wenn du es kurz hältst: Es sollte nicht länger als 15 bis 20 Minuten dauern. Dein Powernap wird deinen nächtlichen Schlaf nicht beeinträchtigen, solange du nicht zu lange schläfst.(3) Dann wirst du erfrischt sein und dich den Rest des Tages energiegeladener fühlen.

Mythos #4: „Nach einem Glas Wein vor dem Zubettgehen schlafe ich besser“

Auch wenn dich Alkohol müde machen kann und du nach einem Gläschen vielleicht schneller einschläfst, heißt das nicht unbedingt, dass deine Schlafqualität dann besser ist. Es kann passieren, dass du öfters aufwachst und länger nicht wieder einschlafen kannst.(4)

Alkohol…

…sorgt dafür, dass du schlechter schläfst. Vermeide daher den Drink kurz vor dem Schlafengehen.

Stattdessen lohnt es sich, schon ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen auf antialkoholische Getränke umzusteigen, damit dein Körper noch im Wachzustand mit dem Alkoholabbau beginnen kann. So fühlst du dich am nächsten Morgen ausgeruhter. 

A man in bed is scrolling on his phone

Mythos #5: „Wenn ich mich durch meine Social Media Apps scrolle, schlafe ich besser ein“

Wenn du vor dem Einschlafen noch einmal Facebook, Instagram und Co. checkst, machst du es deinem Gehirn schwerer, abzuschalten und einzuschlafen. Studien haben gezeigt, dass die Nutzung von elektronischen Geräten bzw. Handys vor dem Schlafengehen mit weniger und schlechterem Schlaf in Zusammenhang steht.(5)

Das blaue Licht deines Bildschirms…

…regt dein Gehirn an. Das wiederum macht dich weniger schläfrig – es fällt dir schwerer, einzuschlafen.

Nimm dir abends Zeit, um wirklich runterzukommen. Achte darauf, die letzten beiden Stunden vor dem Zubettgehen keine Bildschirme zu nutzen. Wenn dir das schwer fällt, dann gewöhn dir an, dein Handy erst gar nicht ins Schlafzimmer mitzunehmen – dann kommst du nicht in Versuchung. 

Mythos #6: „Wenn ich abends trainiere, schlafe ich danach schlecht“

Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass sich ein Workout am Abend nicht negativ auf die Schlafqualität auswirkt, sondern deinen Schlaf sogar verbessert.(6)

Achtung:

Wenn du weniger als eine Stunde vor dem Schlafengehen noch ein knallhartes Workout einlegst, kann es schon passieren, dass du danach nicht so schnell in den Schlaf findest.

Wenn das auf dich zutrifft, gestalte dein Training etwas weniger intensiv, damit du deinen Trainingsplan oder abendliche Laufroutine zwar durchziehen kannst, aber trotzdem gut schläfst.

Um konstant bei einem gesunden Schlafrhythmus zu bleiben, achte darauf, die ganze Woche über genug zu schlafen. Nimm dir vor dem Zubettgehen eine digitale Auszeit. Um tagsüber genug Energie zu haben, deine Fitnessroutine durchzuziehen und deine Ziele zu erreichen, ist es absolut notwendig, genug erholsamen Schlaf zu bekommen.

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adidas Runtastic Team

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