Guest Blogger • 04.07.2015 • Sascha Wingenfeld

Die richtige Laufbekleidung für jede Gelegenheit

Es ist zu heiß, viel zu heiß! Hätte ich doch lieber die kurze Hose angezogen oder die Laufjacke Zuhause gelassen… Wer von euch kennt diese Gedanken nicht? Viel zu oft lässt man sich beim Laufen vom Wetter täuschen und setzt auf zu warme Kleidung, manchmal ist man aber auch zu luftig angezogen. Damit dir Pannen wie diese nicht mehr passieren, haben wir den Laufexperten Sascha Wingenfeld gefragt, wie du dich für jedes Wetter optimal kleidest.

Eine Frau die sich in Laufkleidung dehnt.

Nicht nur auf den Schuh achten
Das Hauptaugenmerk des Laufequipments sollte natürlich auf der Qualität der Laufschuhe liegen. Aber eine gute Sportbekleidung erleichtert uns den Trainings- und Laufalltag. Die richtige Laufbekleidung sollte natürlich dem Wetter und der Jahreszeit angepasst sein. „Hierbei schlägt die sogenannte Funktionskleidung das einfache Baumwoll T-Shirt um Längen. Eine gute Sportbekleidung aus einer Funktionsfaser sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit des Körpers aufgenommen und vom Körper abtransportiert wird”, weiß Experte Sascha Wingenfeld. So bleibt man trocken, die Kleidung klebt nicht nass und schwer am Körper und scheuert. „Wir bleiben auf Betriebstemperatur und kühlen nicht aus”, sagt Sascha. Alle diese Eigenschaften erleichtern unser Training und das Laufen macht mehr Spaß.

Worauf du bei der Auswahl der Laufbekleidung achten solltest und woraus die Basisausrüstung besteht, erfährst du hier:

Laufsocken
Eine schlecht sitzende Socke kann zur Bildung von Blasen führen. Achte darauf, dass du deine Socken lieber etwas zu klein auswählst. So können sie keine Falten schlagen, die später reiben. Gute Laufsocken bestehen aus einem antibakteriellen Material, damit der Schweiß nach außen transportiert werden kann. „Material und Form der Laufsocke sind entscheidend für das Fuß-Wohlbefinden beim Laufen und das stellt die Basis deines Laufstils dar”, betont Sascha.

Laufhose
Auch eine Laufhose sollte atmungsaktiv sein und die Feuchtigkeit nach außen leiten. „Achte darauf, dass die Laufhose nicht zu stark einschneidet und die Nähte nicht störend an der Haut reiben. Dies könnte auf Dauer zu wunden Stellen führen. Zusätzlich sollte dir deine Laufhose genug Bewegungsfreiheit bieten damit du deine Laufperformance voll entfalten kannst”, weiß der Experte.

Thomas

Laufshirt
Ein gutes Laufshirt gehört neben den Laufschuhen zur „Basisausstattung“ eines Läufers. Hochwertige Laufshirts transportieren die  Feuchtigkeit nach außen, sind atmungsaktiv und schützen gleichzeitig vor Wind und Kälte. Gute Materialien sorgen auch dafür, dass sie den unangenehmen Schweißgeruch nicht aufnehmen. „Achte auch hier wieder darauf, dass flache Nähte weniger auf der Haut scheuern”, rät Sascha. Viele Schnitte von Laufshirts bieten viel Bewegungsfreiheit und unterstützen sogar die Bewegungsabläufe. Einige Shirts sind auch mit MP3-Taschen ausgestattet und mit Kabelführungen versehen. Zum Teil tragen reflektierende Elemente zur besseren Sichtbarkeit des Läufers bei ungünstigen Lichtverhältnissen bei. Sascha ist Sicherheit wichtig: „Wer ohne großen Kostenaufwand laufen möchte sollte gerade hier nicht sparen.”

Übrigens: Auch wir setzen bei unseren Laufshirts auf Qualität. Sie sind atmungsaktiv, trocknen schnell und haben die perfekte Passform für optimale Bewegungsfreiheit. Flache Nähte sorgen ebenfalls für hohen Tragekomfort. Außerdem haben sie das Bluesign-Siegel für eine nachhaltige Herstellung von Textilien und entsprechen dem Öko-Tex Standard 100.

Mann in einer Laufjacke.

Laufjacke / Laufweste
Mit der richtigen Laufjacke oder Laufweste kannst du bei jedem Wetter trainieren. Sie schützt dich vor Kälte, Wind und Regen. Es ist jedoch wichtig, dass du gerade bei der „zweiten Bekleidungsschicht“ nicht übertreibst. Regen-, Wind-, Fleece- und  Softshelljacken eignen sich nicht für jeden Lauf und auch nicht bei jedem Wetter. Hier gilt es, einen Wärmestau unter der Laufjacke zu vermeiden. Laufwesten sind zum Beispiel maximal atmungsaktiv und erlauben eine Verdunstung des Schweißes über Arme und Hände. Sie eignen sich ideal in der Übergangszeit, wenn Laufshirts alleine zu kalt sind und Laufjacken zu warm werden. „Grundsätzlich kann man sagen, dass man sich so kleiden sollte, dass es einem eigentlich zu kühl vorkommt. Meistens passt es dann im Laufe des Trainings, und der Körper bekommt noch genug Luft zum kühlen”, sagt Sascha.

Kopfbedeckung
Unser Körper verliert einen Teil seiner Wärme über den Kopf und sollte gerade bei Kälte gut bedeckt sein. Eine atmungsaktive Mütze ist sehr zu empfehlen, damit sich die Feuchtigkeit nicht am Kopf sammelt, sondern direkt nach außen geleitet wird. Auch im Sommer ist eine Mütze eine gute Investition, da sie vor UV-Strahlen schützt, ein wenig Schatten spendet und den Schweiß von den Augen fernhält.

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Sascha Wingenfeld

Der Gesundheitspädagoge und aktive Triathlet aus Fulda widmet sich seit mehreren Jahren mit seiner Firma proVita Coaching der ganzheitlichen Betreuung im Bereich Gesundheitsförderung und Sportprävention. Zudem betreut er seit über 10 Jahren als Trainer und Coach Läufer aus verschiedenen Leistungsklassen. „Ich brenne für meinen Job und ich liebe das Laufen. Ich freue mich, meine Sportler dabei zu unterstützen, durch ein gut getimtes Training, die höchst mögliche Leistung ihrem Körper abzuverlangen.”
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