Guest Blogger • 07.09.2014 • Runtastic Team

Welcher Laufschuh passt zu mir?

Welcher Laufschuh passt zu mir? Den richtigen Laufschuh zu wählen kann ganz schön kompliziert sein. Je nachdem, wo du shoppen gehst, kannst du dich schon mal vor einer Wand voll Schuhe wiederfinden, die mit Ausdrücken wie „Bewegungskontrolle”, „Stabilität” oder „Minimal” gespickt ist – ohne den blassesten Schimmer, wo du anfangen sollst.

Nahaufnahme von vier Menschen in ihren adidas LaufschuhenHol dir die Ausrüstung für deine Fitnessziele.

Anstatt auf eigene Faust zu entscheiden, gehst du am besten in einen auf Laufschuhe spezialisierten Shop und lässt dich dort von Profis beraten, die wissen, was zu deiner Fußform und deinem Gang passt. Auch wenn deine Freunde vielleicht eine bestimmte Marke lieben, heißt das nicht, dass dieselbe Marke auch für dich ideal ist. Der richtige Schuh kann dir viele Schmerzen ersparen und hilft dir, Verletzungen zu vermeiden. Das Geld ist also in jedem Fall weise investiert. Solltest du kein spezialisiertes Geschäft in deiner Umgebung finden, mach dich vor dem Shoppen schlau, was derzeit auf dem Markt erhältlich ist, damit du zumindest schon mal von den verschiedenen Möglichkeiten gehört hast.

Diese drei Dinge solltest du beim Laufschuh-Kauf unbedingt beachten:

Fußtyp

Finde heraus, welchen Fußtyp du hast und ob dein Fußgewölbe eher niedrig, normal oder hoch ist.
Bist du dir bei der Wölbung nicht sicher, kannst du sie mit einem einfachen „Nass-Test” bestimmen: Tauche deinen Fuß in Wasser, sodass die gesamte Unterseite nass ist. Stell dich so auf ein Stück Papier oder eine Papiertragetasche, heb deinen Fuß anschließend wieder hoch und sieh dir den Abdruck an. Daran kannst du Folgendes ablesen:

  • Niedriges Fußgewölbe: Siehst du fast den gesamten Fußabdruck, ist dein Fußgewölbe eher niedrig und dein Fuß dreht sich beim Abrollen höchstwahrscheinlich nach innen, wenn du gehst oder läufst. Je nachdem, wie sehr diese Drehung ausgeprägt ist, solltest du nach einem Schuh zur Stabilisierung oder Bewegungskontrolle suchen.
  • Normales Fußgewölbe: Ist etwa die Hälfte deines Fußgewölbes als Abdruck sichtbar, ist deine Pronation (oder Einwärtsdrehung) natürlich. Das ist der häufigste Fußtyp, er fühlt sich in den meisten Schuhen wohl.
  • Hohes Fußgewölbe: Siehst du nur den Fußballen, eine dünne Linie an der Außenseite deines Fußes sowie deine Ferse, hast du ein sehr hohes Fußgewölbe. In diesem Fall drehen sich deine Füße beim Gehen oder Laufen wahrscheinlich nach außen, wenn du abrollst. Suche nach einem gut gefederten, flexiblen Schuh, der Stöße besser dämpfen kann. Auch Einlagen können deine Fersen und Fußgewölbe unterstützen. Spezielle, an deine Schuhgröße und Bedürfnisse angepasste Einlagen kannst du separat kaufen.

Pronation

Pronation beschreibt die Einwärts- bzw. Auswärtsdrehung des Fußes beim Aufsetzen und Abrollen. Es gibt drei verschiedene Arten von Pronation:

  • Eine Überpronation liegt vor, wenn sich der Fuß stark nach innen dreht, was zur Überbelastung deiner Muskeln in Beinen und Füßen führen kann. Menschen mit Überpronation haben meist niedrige Fußgewölbe. Stabilisierende Schuhe und solche zur Bewegungskontrolle helfen dabei, die starke Einwärtsdrehung zu kompensieren.
  • Man spricht von Unterpronation (oder Supination), wenn sich die Füße beim Laufen oder Gehen nach außen drehen. Menschen mit Unterpronation haben meist ein hohes Fußgewölbe oder sogenannte Hohlfüße. Suche nach Schuhen mit extra Polsterung, um den Aufprall deiner Füße abzufedern.
  • Natürliche Pronation ist die häufigste Form und bedeutet, dass der Fuß sich normal, aber nicht übermäßig eindreht. Am besten sind hier stabilisierende Schuhe, die zwar flexibler sind als solche zur Bewegungskontrolle, aber trotzdem guten Halt bieten.

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Bodenbeschaffenheit und Untergrund

Weißt du erst einmal über deinen Fußtyp und die Pronation Bescheid, überleg dir, auf welchem Untergrund du am häufigsten laufen wirst.

  • Schuhe für Laufband oder Asphalt: Ein Großteil der erhältlichen Laufschuhe fällt in diese Kategorie. Sie sind für die Benützung auf harten, eher glatten Oberflächen, wie Gehwegen, Straßen und asphaltierten Wegen, gedacht.
  • Trailschuhe: Sie zeichnen sich durch aggressive Laufflächenprofile aus, die auf unebenem Terrain die Stabilität erhöhen. Außerdem haben sie steifere Sohlen und punkten mit extra Zehenschutz, um deine Füße vor Steinen, Wurzeln etc. zu schützen.
  • Minimal- oder Barfuß-Schuhe: Diese flexiblen Leichtgewichte haben kaum Polsterung und eine geringe Stützfunktion. Möchtest du Minimalschuhe ausprobieren, denk daran, dass sich deine Füße und Muskeln erst an diese Art von Schuh gewöhnen müssen.

Wann und wie oft sollte ich neue Laufschuhe kaufen?

Mach nicht den Fehler zu denken, dass sich perfekt angepasste Laufschuhe nur für jene bezahlt machen, die 100 km pro Woche laufen. Auch Gelegenheitsläufer können von abgetragenen oder nicht passenden Schuhen Verletzungen davontragen.

  • Was du noch beim Schuhkauf beachten solltest: Im Zehenraum sollte zwischen deiner längsten Zehe und dem Schuh noch ein Fingerbreit Abstand sein, wenn du stehst. Das heißt, du musst eine halbe bis ganze Größe auf deine normale Schuhgröße aufschlagen, da deine Füße beim Laufen oft anschwellen.
  • Lauf ruhig durch das ganze Geschäft (oder mach sogar ein paar Schritte auf dem Bürgersteig), um ein gutes Gefühl für den Schuh zu bekommen. Informiere dich über Rückgabe- und Umtauschrecht, falls du mit deinem Kauf nicht glücklich werden solltest.
  • Als Daumenregel kannst du dir Folgendes merken: Ersetze deine alten Laufschuhe etwa alle 500 bis 800 km. Diese Zahl kann von Mensch zu Mensch variieren, aber sie gibt dir eine allgemeine Richtlinie. Versuche also den Überblick zu behalten, wie lange du schon mit deinen Schuhen unterwegs bist. (Du könntest zum Beispiel das Kaufdatum innen im Schuh notieren.) Vielleicht spürst du sogar Schmerzen (in Knien, Hüften etc.), wenn es an der Zeit ist, neue Laufschuhe zu kaufen.

Nimmst du dir die Zeit, um deine perfekten Laufschuhe zu finden, kannst du das Verletzungsrisiko verringern und dein Laufgefühl deutlich verbessern. Dein Körper wird dir dafür danken!

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Über die Autorin: Jen Mueller

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Jen, die eigentlich Wirtschaft studiert hat, hat es sich zur Aufgabe gemacht anderen Menschen dabei zu helfen, ihre Fitness- und Gesundheitsziele zu erreichen. Mit einem abgeschlossenen Masterstudium für Gesundheitsförderung & -erziehung hat sie die letzten neun Jahre als Fitnessexpertin und Community-Leaderin bei SparkPeople.com, einer der bekanntesten Gesundheits- & Fitnesswebsites in Amerika, gearbeitet.

Jen ist vom American Council on Exercise zertifizierte Gesundheits- & Fitnessspezialistin und zusätzlich in den Bereichen Personal Training, Gesundheitscoaching und Pränatal-Fitness ausgebildet. Als stolze Mutter von vier Kindern liebt sie das Laufen und hat bereits zahlreiche Halbmarathons und Marathons absolviert.

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