Stress und Erschöpfung entgegenwirken >> So kann Sport helfen!

Plötzlich ist es da: Dieses Gefühl, einfach nicht mehr zu können. Es übermannt uns schlagartig, wir fühlen uns hilflos und alleingelassen. Alles ist uns auf einmal zu viel, wir sind überfordert. Erschöpfung macht sich breit, welche sich im schlimmsten Fall in einem Burnout äußern kann.

Wohl ein jeder von uns war bereits in einer solchen oder ähnlichen Situation, in der uns viele Fragen durch den Kopf gehen: Hätte ich schon früher bemerken können, dass es dazu kommen wird? Was hätte ich selbst tun können, um diesem Erschöpfungszustand rechtzeitig entgegenzuwirken? Wie kann ich besonders stressvolle Tage meistern?

Zahlreiche Experten sind der Meinung: Sport sei der Schlüssel zum Erfolg. Wer sich regelmäßig bewegt, baut Stress ab, verbessert die eigene Stimmung und stärkt die Psyche.

Eine junge Frau liegt erschöpft auf ihrem Bett.

Wie entsteht Stress?

Überlastungen im Job, in der Familie oder in der Freizeit – Gründe, warum Körper und Seele auf Stress reagieren, gibt es unzählige. Weil jeder Mensch anders ist, werden „Stressoren” (= Auslöser von Stress) unterschiedlich wahrgenommen. Das ist der Grund, warum manche Situationen für den einen bedrohlich sind, von anderen hingegen als positiver Stress (= „Eustress”) angesehen werden, der sie zu Höchstleistungen anspornt.

In der vorderen Hirnrinde (= präfrontaler Cortex)…

…werden Informationen, die wir aufnehmen, sortiert, bewertet und verarbeitet. Wird das Gehirnareal mit zu vielen Informationen konfrontiert, kann es diese nicht mehr verarbeiten: Es kommt zu einer Überlastung.(1)

Stress wird als negativ empfunden, wenn er häufig bzw. dauerhaft auftritt, der Körper jedoch nicht dazu fähig ist, ihn zu kompensieren. Er ist in Alarmbereitschaft und beginnt, sich zur Wehr zu setzen: Stresshormone werden ausgeschüttet (Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol), wodurch der Körper kurzfristig leistungsfähiger ist. Er bereitet sich (genau wie unsere Vorfahren, die vor wilden Tieren flüchten mussten) auf „Kampf oder Flucht” vor. Wir wollen überleben und dies bedeutet in bedrohlichen Situationen: Weglaufen.

Man at the beach

Bewegung zum Stressabbau

Das archaische Reaktionsmuster Bewegung hilft dem modernen Menschen auch heute noch, wieder in Balance zu kommen: (2, 3)

Körperliche Belastungen und Sport…

…werden im Gehirn vom „Motorkortex” gesteuert. Dadurch fehlen dem Präfrontalen Kortex Ressourcen – Stress wird reduziert.

Welche Sportart soll man regelmäßig absolvieren, um den Kopf freizubekommen?

Hier gehen die Meinungen auseinander:

  • Viele Experten empfehlen das Laufen, weil es eine der ersten Fähigkeiten sei, die man lernt. Wichtig hierbei ist, im aeroben Bereich zu bleiben (= Atmung geht schneller, aber man keucht noch nicht), um den Körper nicht erst recht wieder zu belasten.
  • Neben Ausdauersportarten können regelmäßige Spaziergänge helfen, um Stress abzubauen.
  • Yoga-Einheiten sind ebenfalls ein effektives Mittel, um abzuschalten. Durch die Konzentration auf die Atmung stellt sich ein meditativer Zustand ein.

Gesundheits-Tipp:

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, wöchentlich 2,5, Stunden Sport zu treiben.

Wichtig ist, dass man sich mit der gewählten Sportart positiv identifizieren kann, die Bewegungsform also gerne durchführt. Es ist nicht nützlich, sich Sportarten auszusuchen oder einen Trainingsplan zu verfolgen, der neuen Stress aufbaut, weil man zu ehrgeizig ist oder zu viel von sich verlangt. Es ist auch immer wichtig, das richtige Maß für sich selbst zu finden: Vielleicht läuft eine Freundin 10 km, um abzuschalten – diese Strecke muss jedoch noch lange nicht der Schlüssel zum Erfolg für einen selbst sein.

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Tina Ornezeder Tina ist leidenschaftliche Redakteurin, liebt Avocados, Yoga und ist vor allem eines: wahnsinnig neugierig! Neue Trends aufzuspüren und darüber zu berichten, das ist ihre Passion. Alle Artikel von Tina Ornezeder anzeigen »