Cardio • 13.02.2018 • Sascha Wingenfeld

Hangover? Mit diesen Tipps läufst du dem „Kater” davon

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, erhöhter Puls: Die vergangene Partynacht hat dich ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, weil du es mit dem Alkohol übertrieben hast? 😉 Natürlich ist der beste Tipp gegen einen Kater, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Doch was kann man tun, wenn der Hangover bereits voll zugeschlagen hat?

In der Tat kann ein lockeres Training am Morgen danach erste Hilfe leisten bzw. die unangenehmen Begleiterscheinungen des Katers mildern, wenn nicht sogar vertreiben. Diese 3 Punkte solltest du beachten:

1. Gleich deinen Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel aus

Der konsumierte Alkohol hat dir viel Flüssigkeit und damit auch viele Mineralstoffe entzogen. Da der Körper beim Sport für seine Kühl- und Stoffwechselvorgänge zusätzlich Flüssigkeit benötigt, und deine Muskulatur sowie das Herz-Kreislauf-System auf Mineralstoffe angewiesen sind, solltest du deine Speicher noch vor deiner Trainingseinheit wieder auffüllen. Vielleicht denkst du noch vor dem Schlafengehen daran, deinem Körper Mineralstoffe in Form von Obst, Wasser oder als Magnesium-, Calcium- und Kaliumtabletten zuzuführen. Sollte das nicht klappen, dann beginn deinen Tag einfach mit viel Wasser, Tee oder heißem Ingwerwasser mit Zitrone, um dein Defizit wieder auszugleichen.

2. Bring deinen Kreislauf in Schwung

Oft leidet dein Kreislauf so unter dem Entgiftungsprozess, dass morgens noch nicht an Sport zu denken ist. Versuch jedoch trotzdem deinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Eine gute Idee ist z.B. eine lauwarme bis kalte Dusche, um deine Durchblutung anzuregen. Auch Wechselduschen sind natürlich super! Danach ist dein Körper betriebsbereit und du wirst ihn nicht mit einem Kaltstart überfordern.

3. Schlüpf in deine Laufschuhe und los geht’s

Natürlich ist eine durchzechte Nacht mit zu viel Alkohol keine ideale Ausgangssituation für eine neue Bestleistung. Ein lockerer und kurzer „Ausnüchterungslauf“ am Morgen danach beschleunigt die Entgiftung und unterstützt sogenannte Repair-Prozesse im Körper.
Vorsicht: Bewegung aktiviert den Stoffwechsel, was bedeutet, dass die Giftstoffe des Alkohols in größeren Mengen in den Körper gelangen. Das kann den Kater vorerst verschlimmern. Die Aktivierung deines Kreislaufs und die frische Luft werden deinem allgemeinen Wohlbefinden allerdings gut tun.

Du bist verkatert und möchtest trotzdem an deiner Leistung feilen? Dann hast du leider den falschen Zeitpunkt gewählt. Trainingseffekt und Leistungssteigerungen sind unter diesen Bedingungen nahezu unmöglich. Der Körper ist zu sehr mit der Verarbeitung des konsumierten Alkohols beschäftigt.

So entsteht ein „Kater”:

Übelkeit, Kopfschmerzen und Co.: Diese Reaktionen entstehen durch den Alkohol selbst und durch Giftstoffe, die beim Abbau des Alkohols freigesetzt werden. Zusätzlich regt Alkohol die Urinausscheidung über die Nieren an, was zu Flüssigkeitsmangel im Körper führt. Durch den erhöhten Flüssigkeitsverlust leidet der Körper schließlich an einem Mineralstoff- und Elektrolytmangel, was wiederum einige Stoffwechselvorgänge im Körper stark beeinträchtigt.

Fazit: Durch einen Morgenlauf lässt sich ein Hangover zwar nicht ganz vertreiben, aber zumindest lindern!

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Sascha Wingenfeld

Sascha, Gesundheitspädagoge und aktiver Triathlet, betreut seit mehr als 10 Jahren Läufer aus verschiedenen Leistungsklassen. „Ich brenne für meinen Job und liebe das Laufen!"
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