Gesundheit beginnt im Kopf: So verbessert Sport deine psychische Gesundheit

von Jon Greenhalgh, Editor bei GameplanA

Psychische Gesundheit zählt heute nach wie vor zu den Tabuthemen – auch wenn sich die öffentliche Debatte in den letzten Jahren in diese Richtung etwas geöffnet hat. Warum? Weil immer mehr Menschen mit einer psychischen Erkrankung (mit unterschiedlichem Schweregrad) diagnostiziert werden. Glücklicherweise geht die Gesellschaft mit der Zeit und immer mehr Menschen versuchen zu verstehen, was es damit auf sich hat.

Gut zu wissen:

Laut dem Institute for Health Metrics and Evaluation, einem Forschungsinstitut in Seattle (USA), das sich mit globaler Gesundheit beschäftigt, leiden etwa 13 % der Weltbevölkerung unter einer psychischen Erkrankung.(1)

Das „D-Wort“

Depression stellt die wahrscheinlich bekannteste psychische Krankheit dar; sie betrifft viele Menschen. Wer diese Erkrankung beschreiben möchte, beginnt am besten damit, was sie NICHT ist: bloß eine traurige Gefühlslage. Bei Depression handelt es sich um eine äußerst kräftezehrende Erkrankung mit einem breiten Spektrum an Symptomen, die für die davon betroffenen Personen schwere Folgen hat. Hier findest du die WHO-Definition von Depression.

Wo liegen die Ursachen einer Depression?

Die Wissenschaft kennt vier Chemikalien, die unsere positive Stimmungslage beeinflussen: Serotonin, Endorphine, Dopamin und Oxytocin. Ein Ungleichgewicht dieser Stoffe kann dramatische Auswirkungen haben. Wer also Depression bekämpfen möchte, muss diese fehlende Balance wiederherstellen, um eine Chance auf Heilung zu haben.

Medikamente – mit unterschiedlichen Nebenwirkungen – stellen natürlich eine Möglichkeit dar, gegen diese Krankheit zu kämpfen. Die positive Nachricht ist jedoch, dass es Methoden abseits einer medikamentösen Behandlung gibt, die gute Wirkung zeigen.

Es ist allgemein bekannt, dass durch körperliche Betätigung Endorphine freigesetzt werden. (2) Dabei kommt es zu einer Änderung der Chemie in deinem Gehirn, die dein Wohlbefinden steigert. Nur 15 Minuten Bewegung können bereits dafür sorgen, dass es dir besser geht.

Um dich ausgeglichen zu fühlen, musst du eine Sportart finden, die sich für dich gut anfühlt und die zu deinem Leben passt – ob dies nun Laufen in der Gruppe oder allein ist, ein 30-minütiger Spaziergang in einem nahegelegenen Park oder eine fordernde Tour mit dem Mountainbike durchs Gebirge.

 Sport zum Stressabbau

Stress ist die Reaktion deines Körpers auf eine bedrohliche Situation, erklärt Dr. Erica Jackson Ph.D in ihrem Artikel zum Thema, welche Rolle körperliche Bewegung in der Stressbewältigung spielt.(3) Sie gibt an, dass „zwischen 75 und 90 % der Hausarztbesuche aufgrund stressbedingter Erkrankungen getätigt werden.”

Wie gesagt, Sport kann hier Abhilfe leisten. In der Folge erklärt sie, dass „Studien an Menschen und Tieren zeigen, dass körperliche Betätigung die Art und Weise verbessert, wie der Körper mit Stress umgeht, da Sport den Hormonhaushalt verändert. Außerdem wirkt sich Bewegung auf Neurotransmitter im Gehirn aus (wie Dopamin und Serotonin), die unsere Laune und unser Verhalten beeinflussen”. Körperliches Training macht auch deine Psyche stark. Das ist unserem Freund Serotonin – dem Glückshormon – zu verdanken. 

Jackson empfiehlt „150 Minuten aerobes Training bei moderater Intensität pro Woche oder 75 Minuten bei hoher Intensität“. Du kannst deine Workouts ganz an deine Bedürfnisse anpassen. Darüber hinaus gibt sie folgenden Ratschlag: „Wer sein Training auf zwei 10- bis 15-minütige Einheiten verteilt – eine vor der Arbeit und eine in der Mittagspause – kann sein Stresslevel den ganzen Tag über niedrig halten.”

Ernährung und psychische Gesundheit?

Sport kann einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung oder Herstellung deiner psychischen Gesundheit leisten, aber was kannst du sonst noch für dein Wohlbefinden tun? Gesund essen! Kürzlich durchgeführte Studien legen nahe, dass Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf dein seelisches Wohlbefinden hat.(4)

„Epidemiologische Erkenntnisse zeigen, dass eine unausgewogene Ernährung mit Depression zusammenhängt. Im Gegenteil wurde auch bewiesen, dass eine gesunde Ernährungsweise – reich an Obst, Gemüse, Fisch und magerem Fleisch – das Risiko an Depression zu erkranken, senkt.“

A superfood bowl

Eine gesunde Ernährung hat also einen doppelten Vorteil: Sie ist für deine sportliche Leistung wichtig, aber unterstützt gleichzeitig deine psychische Gesundheit und schenkt dir genug Energie, um für deine seelische Gesundheit aktiv sein zu können. 

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist – daran ist jedenfalls etwas Wahres. Wir dürfen niemals die Bedeutung der psychischen Gesundheit unterschätzen. Es ist nur scheinbar einfacher, Dinge einfach zu verdrängen, die uns im Alltag zu schaffen machen. Sei aktiv! Eine gesündere Lebensweise macht dich aber nicht nur körperlich fitter, sondern auch geistig.

Achtung:

Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit. Sport oder eine Ernährungsumstellung können keine ärztliche Behandlung ersetzen. Sprich mit deinem Arzt, wenn du die klassischen Symptome der Depression an dir wiedererkennst.

Du möchtest etwas in deinem Leben ändern, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst? Dann sieh dir diese hilfreichen Blogposts an: 

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Über Jon Greenhalgh:

Jon arbeitet seit mehr als sieben Jahren bei adidas; aktuell als Editor im Corporate Communication Department. Er ist begeisterter Radfahrer mit einer Vorliebe für Kies-Trails. 

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