Du bist ständig müde? ➤ 6 mögliche Ursachen, woran es liegen kann

Man feeling tired at work

Obwohl du stundenlang geschlafen hast, fühlst du dich schlapp und energielos? Natürlich können Mangelerscheinungen oder Krankheiten die Ursache dafür sein. Doch sehr oft gibt es ganz andere Gründe, warum du ständig müde bist.

Woman tired

1. Dein Schlafrhythmus ist gestört

Oftmals legen wir nur auf die Schlafdauer wert. Etwa sieben bis neun Stunden sollten es pro Nacht sein. Und das ist gut so, denn wer dauerhaft zu wenig schläft, begünstigt eine Gewichtszunahme.

Allerdings vergessen wir häufig, dass auch der Schlafrhythmus eine wichtige Rolle spielt. Das heißt: Wenn du stets zu unterschiedlichen Uhrzeiten zu Bett gehst (etwa weil du im Schichtdienst tätig bist), kann sich das (genauso wie zu wenig Schlaf) negativ auf deine Gesundheit auswirken.

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Willst du mehr über deinen Schlaf und -phasen herausfinden? Probier unseren Schlafrechner aus.

Fühlst du dich im Frühjahr oder Herbst besonders müde? Die Zeitumstellung kann schuld daran sein. Gib deiner inneren Uhr etwas Zeit, sich umzugewöhnen – das kann bis zu zwei Wochen dauern.

2. Du ernährst dich falsch

Hast du manchmal Tage, an denen du so viel zu tun hast, dass du regelrecht aufs Essen vergisst? Wer zu wenig zu sich nimmt, wird sich schlapp fühlen. Doch selbiges gilt, wenn wir zu viel essen, uns ungesund oder „falsch” ernähren. Nehmen wir etwa zu viele einfache Kohlenhydrate (wie Weißbrot, Limonaden, Süßigkeiten) zu uns, kann das Energie kosten. Warum? Diese Lebensmittel liefern dem Körper „leere” Kalorien. Der Blutzuckerspiegel steigt zwar für kurze Zeit rasant an, weil die Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren arbeitet und Insulin ausschüttet. Aber dann fällt der Blutzuckerspiegel wieder rapide ab. Und das macht träge. Auch fettige Lebensmittel oder Gerichte verlangen dem Körper einiges ab. Versuche daher, dich so ausgewogen wie möglich zu ernähren.

Wusstest du das?

Einfache Kohlenhydrate (wie Weißbrot, Limonaden, Süßigkeiten) können uns Energie kosten. Auch kann der Verzehr von Fleisch träge machen. Grund dafür ist das darin enthaltene Tryptophan, welches das Glückshormon Serotonin produziert – dieses kann u.a. schlaffördernd wirken. Außerdem muss unser Magen für die Verdauung ordentlich arbeiten, was zusätzliche Energie kostet.  

Sweets with sugar

Ein weiterer Grund für Müdigkeit: Du trinkst zu viel Kaffee. Ja, auch das kann müde machen! Zwar wird durch das Koffein zunächst die Adrenalin-Produktion gefördert. Allerdings fällt der Adrenalinspiegel auch hier schnell ab. Danach fühlst du dich eventuell erschöpfter als vor deiner wohlverdienten Tasse Kaffee. Viel hilft also nicht immer viel.

Übrigens: Es gibt einige Lebensmittel (wie Bananen oder Hülsenfrüchte), die aufgrund ihres Tryptophangehalts für eine gute Nacht sorgen. Nimmst du diese jedoch während des Tages in großen Mengen zu dir, wird der schlaffördernde Eiweißbaustein dafür sorgen, dass du dich schläfrig fühlst.

3. Du trinkst zu wenig

Kopfschmerzen oder Müdigkeit – das sind nur zwei Auswirkungen, wenn wir zu wenig Flüssigkeit zu uns nehmen. (Und damit sind nicht etwa süße Limonaden oder Kaffee gemeint, sondern Wasser und ungesüßter Tee.) Wusstest du, dass unser Körper zu mehr als 50 % aus Wasser besteht? Wenn wir zu wenig trinken, wird der Stoffwechsel heruntergefahren. Der Körper ist auf „Sparflamme”. Kein Wunder also, dass wir uns abgeschlagen fühlen.

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4. Du bewegst dich zu wenig

Wollen wir mehr Energie, müssen wir sie selbst produzieren. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, regt den Stoffwechsel sowie die Durchblutung an. Wer sich hingegen zu wenig bewegt, wird träge.

Auch kann eine Trainingsroutine den Schlaf positiv beeinflussen. Das zeigte eine Untersuchung der Stanford University.(1) Eine Studie des Journal of Clinical Sleep Medicine kam zum selben Ergebnis: Wer sich regelmäßig bewegt, dessen Schlafqualität wird verbessert.(2) Daher: Bring Bewegung in dein Leben! Parke dein Auto weiter weg, nimm die Treppe anstatt des Aufzugs oder absolviere in der nächsten Mittagspause ein paar Bodyweight-Übungen.

Gut zu wissen:

Bewegung hat viele Vorteile: Der Kreislauf kommt in Schwung, regt den Stoffwechsel sowie die Durchblutung an. Außerdem macht Sport jung.

5. Du bekommst zu wenig Licht ab

Im Sommer strotzt du vor Energie. An grauen Tagen hingegen möchtest du dich nur mehr auf der Couch zusammenrollen, weil du dich ständig schlapp fühlst und immer müde bist?

Vielleicht bekommst du zu wenig Licht ab:

Durch Dunkelheit wird das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet.

Sieh daher zu, dass du dich so viel wie möglich im Freien aufhältst. Sogar an bedeckten Tagen bekommen wir draußen mehr Licht ab als im Büro oder in der Wohnung. Geh in der nächsten sonnigen Mittagspause daher eine Runde spazieren und füll deinen Vitamin-D-Speicher auf. Oder halte deine Meetings mit deinen Arbeitskollegen im Freien ab. Alternativ kann eine Tageslichtlampe helfen, die Energiereserven wieder aufzufüllen. Und: Lass die Jalousien in deinem Schlafzimmer nicht ganz herunter. So dringt morgens Licht ins Zimmer. Das bereitet dich aufs Aufstehen vor.

6. Du bist gestresst

Eine E-Mail hier, ein Anruf dort und ein blinkendes Licht auf deinem Phone… wir sind praktisch zu jeder Zeit erreichbar. Und das stresst enorm! Noch nie war der Mensch so vielen Reizen ausgesetzt wie heutzutage. Das kann unseren Körper ermüden.

Der Grund:

Unser Gehirn muss ständig entscheiden, welche Eindrücke wichtig sind und welche es zu ignorieren gilt. Ein notwendiger Mechanismus, um in der großen Flut an Informationen nicht unterzugehen. Je mehr Reize das Gehirn aber verarbeiten muss, desto mehr muss es sich anstrengen.

Es kann in energielosen Zeiten also nicht schaden, den Medienkonsum etwas einzuschränken. So kann es helfen, feste „E-Mail-Zeiten” einzuplanen oder das Phone nach Feierabend beiseite zu legen.

Na, was ist dein Geheimnis für mehr Energie? Teile uns deine Tipps unten in den Kommentaren mit.

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Tina Sturm-Ornezeder Tina liebt das geschriebene Wort, Avocados, Yoga und ist vor allem eines: wahnsinnig neugierig! Neue Trends aufzuspüren und darüber zu berichten, das ist ihre Passion. Alle Artikel von Tina Sturm-Ornezeder anzeigen »

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