Tipps für mehr Erfolg: 6 Geheimnisse der Olympioniken

Olympioniken sind mit unglaublichen Fähigkeiten ausgestattet. Um erfolgreich zu sein, spielt neben dem richtigen Talent und Training vor allem Disziplin eine wichtige Rolle. Doch daneben gibt es noch ein weiteres Geheimnis vieler Athleten: bestimmte Gewohnheiten. Wir haben ehemalige und aktuelle Olympiateilnehmer getroffen und mit ihnen über ihre Erfolgsgeheimnisse gesprochen. Und genau diese können auch dir dabei helfen, deine persönlichen Ziele zu erreichen!

Vojta beim Laufen.Bildnachweis: Wilhelm Lilge

Über: Andreas Vojta, 1500-m-Olympiastarter 2012 in London, österreichischer Leichtathlet der Jahre 2010 bis 2013, vielfacher Staatsmeister 1500 m.

Abschlusstraining für den Wettkampf: „Bevor es für mich zu großen Meetings oder internationalen Meisterschaften geht, absolviere ich immer das gleiche Abschlusstraining. Das geschieht etwa drei bis vier Tage vor dem eigentlichen Rennen. Diese Einheit spielt sich für mich im Wettkampftempo und darüber hinaus ab. Durch die kurzen Abschnitte vermeide ich aber eine größere Müdigkeit. Dieser Abschluss bringt meinen Körper und meine Muskulatur noch einmal in den perfekten Rhythmus. Wenn die Wiederholungen locker von der Hand gehen, dann weiß ich, dass ich bereit für einen starken Wettkampf bin!”

Kuhnle beim Kanu-Slalom.Bildnachweis: MK-Sports

Über: Corinna Kuhnle, Weltmeisterin 2010 und 2011, Gesamt-Weltcupsiegerin 2014 und 2015, Weltranglisten-Erste 2014, Weltranglisten-Zweite 2015, 8. Platz Olympische Spiele in London 2012 im Kanu-Slalom.

Regeneration mit einem Powernap: „Wenn ich am Vormittag eine harte Einheit am Wildwasser habe, tanke ich im Anschluss an das Mittagessen bei einem Powernap neue Kraft. Im Schlaf regeneriert der Körper am schnellsten. Meine Aufmerksamkeit und Konzentration sind danach gesteigert, ich fühle mich frischer für die Trainingseinheiten am Nachmittag und Abend. Wichtig ist mir aber, dass ich lang genug vor dem nächsten Training wieder wach bin, damit ich erneut Spannung aufbauen kann.”

Daniel beim Fechten.Bildnachweis: Agency DIENER / Philipp Schalber

Über: Thomas Daniel, Moderner Fünfkämpfer seit 2000, seit 2003 Profi im Heeresleistungssportzentrum, 6. Platz bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

Visualisieren von Zielen: „Über einen längeren Zeitraum vor den Olympischen Spielen in London habe ich mir jeden Tag vor dem Einschlafen und direkt nach dem Aufwachen vorgestellt, wie der Wettkampf sein wird. Dabei habe ich detailliert den Ort und meine persönlichen Ziele visualisiert. Diese spezielle Gewohnheit ist also mein Erfolgsgeheimnis. Die Routine half mir sehr, meine optimale Leistung am Wettkampftag abzurufen.”

Wyatt beim Laufen.Bildnachweis: Martina V.

Über: Jonathan Wyatt, zweifacher Olympiateilnehmer (5000 m und Marathon). Zwischen 1998 und 2008 holte er sechs Weltmeistertitel im Berglauf.

Sei für verschiedene Situationen gerüstet: „Wenn ich verreise, packe ich immer meine Wettkampfschuhe und meine Laufkleidung ins Handgepäck. Du weißt nie, ob dein Gepäck verloren geht oder der Flug Verspätung hat. Einmal mussten wir mit unserem Leichtathletik-Team bis drei Uhr morgens auf dem Flughafen in Singapur warten. Also haben wir die Laufschuhe angezogen und ein paar Runden im Flughafen gedreht, es war ja sowieso nichts los um die Zeit. Dann eine Dusche und wir waren bereit für den nächsten Flug… Bist du Stabhochspringer ist das allerdings eher schwierig.”

Zahrl beim Schwimmen.Bildnachweis: Privat

Über: Petra Zahrl, Schwimmerin und zweifache Olympiateilnehmerin von Sydney 2000 sowie Athen 2004.

Routine im Leben: „Die gleiche Routine vor Wettkämpfen hat mir bei drei Dingen geholfen. Erstens: Nicht in Zeitstress zu kommen. Zweitens: Die Nervosität zu verringern. Und drittens: Selbstsicherheit zu gewinnen. Es war mir immer wichtig, vor Wettkämpfen das Gleiche zu tun. Damit meine ich z.B. die Trainingstasche vorab zu packen, mich rechtzeitig aufzuwärmen und mit meinem Trainer zu sprechen. Dann wusste ich, dass alles guten Gewissens erledigt ist und ich wichtige Dinge nicht vergessen habe. Meine Selbstsicherheit wurde dadurch gestärkt: Ich dachte mir, dass ich beim letzten Mal auch dieselben Schritte gemacht habe – und so alles gut funktionierte.”

Huber beim Beachvolleyball spielen.Bildnachweis: FIVB

Über: Alexander Huber, U23 Europameister 2006, Weltranglisten-Siebter 2013, 9. Platz Europameisterschaft 2013 und 2015, zweifacher Staatsmeister, Sieg Continental-Cup Final 2016 und World-Cup Final 2012, Olympiateilnehmer 2016 in Rio de Janeiro.

Ausgleichssport für mentale Energie: „Im Beachvolleyball feilen wir im Training an minimalen Details und Kleinigkeiten bis hin zur Perfektion. Das erfordert höchste Konzentration und mentale Ausdauer. Es kann auch schon mal frustrierend werden. Um dann wieder neue Energie zu tanken, mache ich gerne einen Ausgleichssport. Ich bin großer NBA-Fan und begeisterter Streetball-Spieler. Deshalb ist mein bevorzugter Ausgleichssport Basketball. Da die Trainings auch meistens körperlich sehr intensiv sind, ist Basketball doppelt praktisch. Ich kann auch ohne Anstrengung einfach ein paar Körbe werfen gehen, um wieder einen freien Kopf zu bekommen.”

Was sind deine Gewohnheiten für mehr Erfolg? Schreibe uns deinen Tipp unten in den Kommentaren – wir freuen uns darüber!

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Tina Ornezeder Tina liebt das geschriebene Wort, Avocados, Yoga und ist vor allem eines: wahnsinnig neugierig! Neue Trends aufzuspüren und darüber zu berichten, das ist ihre Passion. Alle Artikel von Tina Ornezeder anzeigen »