Bye-bye Winterdepression: Deshalb solltest du auf Outdoor Fitness setzen

Vielleicht kennst du es ja: Wenn die Tage kürzer werden, sinkt mit den Temperaturen auch deine Stimmung in den Keller – die Waage zeigt hingegen immer mehr an. Das muss aber nicht so sein! Mit dem nötigen Motivationsschub wirkst du diesem Trend entgegen: Hol dir hier Ideen, wie du auch bei Kälte mit Outdoor Fitness startest und deine Saisonbestleistung erzielst.

Warum du im Winter zunimmst

Viele Leute jammern über frisch angesetzten Winterspeck, aber keine Angst – es geht in den seltensten Fällen um 2 kg zusätzliches Hüftgold, von dem in diversen Zeitschriften schwadroniert wird. Tatsächlich beläuft sich die durchschnittliche Gewichtszunahme im Winter auf etwa 0,48 kg.(1) Das Problem ist aber, dass dieses (wenn auch geringe) Extra-Gewicht meist nicht von selbst wieder verschwindet. Auch nicht später, in den Sommermonaten – und kann langfristig zu Fettleibigkeit führen.(1, 2)

Über die Ursachen für deine Gewichtszunahme im Winter gibt es geteilte Meinungen, aber zwei Faktoren dürften dabei eine wichtige Rolle spielen: Lebensstil und Biologie. Es ist wenig überraschend, dass wir uns in den Wintermonaten lieber auf der Couch einigeln und unsere Laufschuhe ein Weilchen verstauben lassen. Diese Tendenz, gemeinsam mit Festtagsbraten, Schokoladebergen und großen Mengen Alkohol während der Feiertage, ergeben das perfekte Rezept für hausgemachten Winterspeck.

Biologische Ursachen für deine Gewichtszunahme im Winter 

Die biologischen Ursachen für die winterlichen Extrakilos liegen viel tiefer: Als Menschen haben wir einen angeborenen Trieb, Fett anzusetzen, um eine mögliche spätere Nahrungsknappheit gut überbrücken zu können.(3) In der Menschheitsgeschichte waren es klassischerweise die Wintermonate, in denen es keinen Überfluss an Nahrung gab. Das Risiko sich häufig zu überessen bestand daher schlicht und einfach nicht. Jetzt hingegen haben wir die Qual der Wahl zwischen Trüffeltorte und Profiteroles – und sollten uns in Wirklichkeit aber für nichts davon entscheiden. Wissenschaftler an der Universität von Exeter haben übrigens festgestellt, dass der Neujahrstag der denkbar schlechteste Tag zum Start eines neuen gesunden Lebenswandels ist, weil er eben mitten im Winter liegt.(4) Bis sich der menschliche Organismus also auch auf das Gesundheitsrisiko eingestellt hat, das vom Überessen ausgeht, und einen Mechanismus zur Vermeidung von Fettleibigkeit entwickelt hat, brauchen wir eine Übergangslösung: Outdoor Fitness ist das perfekte Gegenmittel gegen Winterspeck.

Bei Kälte maximierst du deinen Kalorienverbrauch

Körperliche Bewegung ist zweifellos sehr wirksam, wenn du einer unerwünschten Gewichtszunahme gegensteuern möchtest. Um aber eine signifikante Anzahl an Kilos loszuwerden, empfehlen Experten derzeit jedoch mehr als vier Stunden Sport pro Woche!(5) Sport im Freien bei Kälte ist übrigens das Geheimnis für maximalen Kalorienverbrauch. Hier erfährst du, warum:

Aktiviere dein braunes Fettgewebe

Der Großteil deines Körperfetts wird als weißes Fettgewebe gespeichert, das gut nach außen isoliert, aber keine Wärme erzeugt. Kleine, interessante Nebeninfo: Bei starker Kälte beginnst du zu zittern, was dafür sorgt, dass du bis zu fünfmal mehr Kalorien verbrennst als im Ruhezustand.(6) Zittern ist jedoch sehr unangenehm und daher keine geeignete Strategie zum Abnehmen. 

Definition „braunes Fettgewebe“:

Braunes Fettgewebe ist stoffwechselaktives Fettgewebe, das an der Produktion und Verteilung von Wärme im Körper beteiligt ist. Braunes Fettgewebe hilft Säugetieren im Winterschlaf genug Wärme zu produzieren und wurde erst kürzlich auch beim Menschen nachgewiesen!

Braunes Fettgewebe hingegen hat eine spezielle Eigenschaft. Dieses äußerst wichtige Gewebe wird bei niedrigen Temperaturen aktiviert und produziert Wärme, die wir benötigen, um weiterhin normal funktionieren zu können. Wärmeerzeugung bei Kälte – abseits von Zittern – kann deinen üblichen Energieverbrauch im Ruhezustand um zusätzliche 11,8 % erhöhen.(7) Eine kürzlich durchgeführte Studie in der Zeitschrift Frontiers in Physiology zeigte, dass sich braunes Fettgewebe an Außentemperaturen anpasst und mehr Wärme produziert und du daher mehr Kalorien verbrennst, wenn das Wetter kalt ist.(8)

Heute verbringen wir 90 % unseres Alltags drinnen, wo die Umgebungstemperatur meist künstlich reguliert wird. Es wird angenommen, dass die immer stärkere Verbreitung von Adipositas mit unserer konstant warmen Umgebungstemperatur zusammenhängt.(9)

Outdoor Fitness lohnt sich: eine junge Frau im Kampf gegen die Winterdepression

Beim Trainieren bei Kälte wird dein braunes Fettgewebe aktiviert, was dir dabei hilft, deine Körperwärme zu regulieren und zusätzliche Kalorien zu verbrennen. 

Die Aktivierung des braunen Fettgewebes durch kalte Außentemperaturen erhöht auch deine Insulinempfindlichkeit, reguliert deinen Blutzuckerspiegel und senkt dein Risiko, zuzunehmen.(10, 11, 12) Ein netter Bonus also!

So sagst du dem Winterdepression den Kampf an

Die Winterdepression kann jeden treffen; etwa 6 bis 14 % der Bevölkerung (je nach Region) leidet darunter.(13) Sie sorgt nicht nur dafür, dass du dich schlecht fühlst, sondern kann auch eine Gewichtszunahme zur Folge haben, da Essen in diesen Gemütsphasen oft als Trost empfunden wird und du möglicherweise mehr Zeit allein verbringst, als sonst.(14)

Definition „Winterdepression“:

Die Winterdepression ist eine Gemütsstörung, die jedes Jahr zur selben Zeit auftritt, üblicherweise im Winter. Symptome umfassen Depression, Müdigkeit, Hoffnungslosigkeit und Zurückgezogenheit. Eine weniger starke Form des jahreszeitabhängigen Stimmungstiefs wird Winterblues genannt.

Einmal mehr gilt: Outdoor Fitness kann die beste Lösung für dieses wirklich ernstzunehmende Problem sein. Lichttherapie stellt eine weitere Behandlungsmöglichkeit der Winterdepression dar: Dabei kommt eine Lampe, die natürliches Sonnenlicht simuliert,  zum Einsatz.

Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass Sport im Freien auch durch die Freisetzung von Serotonin (eines der Glückshormone)(15) und durch Sonnenlichteinstrahlung die Symptome der Winterdepression lindern kann.(16, 17)

Sportkleidung ist das A und O:

Wenn du im Winter im Freien trainierst, ist es besonders wichtig, auf die richtige Sportkleidung zu setzen. Die Produkte von adidas COLD.RYD halten dich auch bei kalten Temperaturen warm.

Interessanterweise kommt die Winterdepression in Japan und Island überraschend selten vor, obwohl diese Länder eher nördlich liegen und die Tage im Winter daher kurz sind.(18, 19) Man geht davon aus, dass die fischreiche Ernährung (60 bzw. 90 kg pro Jahr im Vergleich zu 13,7 kg in Deutschland) die Vitamin-D-Speicher gut gefüllt hält und so die Symptome der Winterdepression bekämpft.

Unterm Strich bedeutet das also: Trainieren bei Kälte lässt dich mehr Kalorien verbrennen und verbessert deine Laune. Gib Winterdepression keine Chance und setz auf Outdoor Workouts.

Und sollte dir doch mal die nötige Motivation fehlen, dann lass dich von der adidas Workout-Playlist inspirieren. Kopfhörer rein & los geht’s!

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Abe Ankers Abe, Sportwissenschaftler und Sportphysiologe, liebt Laufen und Radfahren. Außerdem teilt er sein Wissen gerne mit anderen und hilft ihnen so dabei, ihre Ziele zu erreichen. Alle Artikel von Abe Ankers anzeigen »