Symptome erfolgreich erkennen: Befinde ich mich im Übertraining?

von Livia von der Heide

Wird der Körper über einen längeren Zeitraum zu stark belastet oder ihm nicht ausreichend Zeit für die Regeneration gegeben, führt das langfristig zu einer verminderten Leistungsfähigkeit. Im schlimmsten Fall sind sogar Verletzungen die Folge. Aber woran merke ich, dass ich mich im sogenannten Übertraining befinde?

Zwei Männer sind erschöpft nach ihrem Lauf

Regeneration – der Schlüssel zum Erfolg

Die meisten Freizeitläufer wissen, dass Regeneration ein wichtiger Trainingsfaktor ist. Allerdings ist Erholung für viele eher eine schöne Theorie als regelmäßige Praxis. Zeigt der Körper erste Anzeichen von Ermüdung und Überbelastung, werden die Symptome gerne mal ignoriert. Eine typische Läuferkrankheit!

Gerade, wenn es besonders gut läuft, will man weiter aufs Gaspedal treten und bloß keinen Gang herunterschalten. Laufen macht glücklich, euphorisch und manchmal regelrecht high – das macht das Hobby so verführerisch, stellt bei Übertreibung aber auch eine Gefahr für den Körper dar.

Es gibt einen Grund dafür, dass Leistungssportler ihre größten Reserven, den Schlüssel zum Erfolg, in der richtigen Regeneration sehen. Im Breiten- und Freizeitsport wird die notwendige Erholungszeit häufig weniger wichtig genommen. Für viele ist es schwer, die Grenze zwischen viel und zu viel Training zu erkennen.

Eine Frau läuft die Treppe hinauf

Nach einem langen oder intensiven Lauf, Bergsprints oder Intervallen sind Ermüdungserscheinungen bis zu einem gewissen Grad normal. Sie können sogar eine schöne Bestätigung sein: Alles richtig gemacht! Aber woran merke ich, dass ich Gefahr laufe, ins Übertraining zu geraten?

Übertraining – das sind mögliche Warnsignale:

  • ungewohnt starker Muskelkater
  • verlangsamte und schlechtere Regeneration
  • Beine fühlen sich schwer und träge an
  • andauernde Müdigkeit
  • erhöhte Reizbarkeit und Launenhaftigkeit
  • depressive Verstimmungen
  • allgemeine Motivationsprobleme
  • veränderter Appetit (mehr oder weniger)
  • Leistungsplateau oder Leistungseinbruch
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • erhöhtes Schlafbedürfnis
  • erhöhter Ruhepuls

Beobachtest du fünf oder mehr dieser Symptome, solltest du es mit einer 10-tägigen Trainingspause probieren. Denke außerdem darüber nach, ob du deinen Trainingsplan hinsichtlich der Erholungszeiten optimieren kannst und ob du es in der nächsten Zeit vielleicht generell entspannter angehen solltest.

Eine Frau braucht während dem Training eine Pause

Es stellt sich keine deutliche Besserung ein?

Dann empfehlen wir die Beurteilung deines Zustands durch einen Arzt. Nimm deine Ermüdungssymptome nicht auf die leichte Schulter. Ist dein Körper erschöpft, bist du einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt. Und eine Verletzung führt oft zu einer noch längeren Trainingspause als eine eingeschobene kurzfristige Erholungsphase.

Unser Tipp:

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