Versteckter Zucker: Diese 7 Nahrungsmittel strotzen nur so davon

Zuckerwürfel auf einem Löffel

80 % der abgepackten Lebensmittel enthalten zugesetzten Zucker – extrem schwierig also, ihm aus dem Weg zu gehen.

Seit Jahrhunderten wird Zucker als Basiszutat für Kuchen, Süßigkeiten und Kekse verwendet, um sie geschmacksintensiver zu machen. Bei diesen Produkten ist allerdings jedem klar, dass sie viel Zucker enthalten.

Es gibt jedoch viele Lebensmittel, denen über die letzten Jahrzehnte hinweg immer mehr Zucker zugesetzt wurde. So schmecken sie leckerer und die Konsumenten kaufen immer mehr davon – und ahnen dabei oft gar nicht, dass es sich dabei um Zuckerbomben handelt.

Die perfekte Menge an zugesetztem Zucker – die das Produkt noch nicht zu süß, aber süß genug machen, dass es immer wieder gekauft wird – ist in der Nahrungsmittelindustrie als Glückspunkt” bekannt.

Zuckerwürfel

Wenn wir Zucker zu uns nehmen, werden die Glückszentren in unserem Gehirn stimuliert und wir fühlen uns einfach wohl. Für dieses Glücksgefühl ist der ausgeschüttete chemische Stoff Dopamin verantwortlich. Das genießen wir natürlich und greifen daher immer wieder zu zuckerhaltigen Produkten (auch wenn dieser Zucker bloß versteckt enthalten ist!).

Diese Kontrolle, die der Zucker auf unsere Belohnungs- und Glückszentren ausübt, macht uns so abhängig von ihm – und lässt uns nur schwer von ihm loskommen.

Du hast dich also dazu entschlossen, dich ganz vom Zucker zu verabschieden? Dann stell sicher, dass deine Anstrengungen nicht umsonst sind und stattdessen nicht Nahrungsmittel voller verstecktem Zucker in deinem Einkaufswagen landen.

Ein kleiner Tipp:

Wenn eine Zutat mit -ose” aufhört, handelt es sich bloß um ein anderes Wort für Zucker.

1. Soßen, Würzmittel und Dressings

Fertigsoßen sind ein typisches herzhaftes Produkt, bei dem man nicht ahnen würde, dass es vor Zucker nur so strotzt.

Pastasoßen können etwa versteckte Zuckerfallen sein – einige Herstellerfirmen raten sogar dazu, ihre Produkte nur einmal pro Woche zu essen. Dasselbe gilt für Ketchup, BBQ-Soßen, Salatdressings und verschiedene andere Würzmittel.

Ein Teller grüner Salat mit Tomaten

2. Gemüsekonserven

Als ich einen Monat lang keinen Zucker aß, war ich überrascht, dass auf der Zutatenliste vieler Gemüsesorten aus der Dose wie Bohnen, Erbsen, Tomaten etc. Zucker angeführt war.

Er kommt hier als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel zum Einsatz. Und: Auch wenn es sich um Gemüse aus biologischem Anbau handelt, bedeutet das nicht, dass die Konserve keinen Zucker enthält!

3. Diätprodukte

Auf diesen cleveren Marketing-Trick fallen viele Menschen herein.

Müsliriegel machen oft durch ihre Verpackung den Eindruck, gesund zu sein – sie können jedoch gut verschleierte Zuckerbomben sein. Fettfreie oder Diätprodukte mögen vielleicht gesund aussehen; wenn jedoch einem Produkt etwas entzogen wird (z.B. Fett), wird stattdessen üblicherweise etwas Anderes zugesetzt.

Wenn du die Liste der Zutaten liest, wirst du fast sicher feststellen, dass Zucker unter einem seiner tausend Decknamen enthalten ist.

4. Frühstückscerealien

In vielen Cerealien (z.B. Cornflakes) sind Unmengen an Zucker versteckt.

Wenn es bunt gefärbt ist und süß schmeckt, ist es wohl kaum eine Überraschung, dass es viel Zucker enthält. Manche gesund aussehende Frühstückscerealien enthalten mehr Zucker als ein Stück Kuchen.

Lies lieber mal die Zutatenliste nach und vermeid es, deinen Blutzuckerspiegel gleich zu Tagesbeginn auf einen Höhenflug zu schicken!

Frühstück

5. Sushireis

Sushi wird oft als gesunde Mahlzeit angepriesen, enthält jedoch auch Zucker.

Um Sushireis zuzubereiten, braucht man aber Zucker – das ist Teil des Rezepts. Es handelt sich hier also nicht um versteckten Zucker im strengen Sinn; aber viele Menschen wissen einfach nicht, dass Sushi auch Zucker bedeutet.

6. Brot

Viele Brotsorten – speziell Weißbrot – enthalten Zucker. Industriell hergestelltes dunkles Brot aus dem Supermarkt kann auch große Mengen an verstecktem Zucker enthalten und sogar schlimmer als Weißbrot sein.

4 g Zucker pro 100 g Brot kann dir als gute Daumenregel gelten – was traurigerweise jedoch nicht immer realistisch ist.

Gesündere Alternativen findest du beim Bäcker in deiner Nachbarschaft. Besser noch: Back dein eigenes Brot!

7. Trockenfrüchte und Smoothies

Auch wenn die im Obst enthaltene Fructose ganz natürlich ist, wird der Zucker im Zuge des Dörrvorgangs konzentriert. Trockenfrüchte können also eine echte Zuckerbombe sein!

Smoothies gelten oft als Inbegriff des gesunden Lebensstils, können sich jedoch auch als Zuckerfallen offenbaren – besonders jene aus dem Supermarkt enthalten oft zugesetzten Zucker. Smoothies aus Obst enthalten viel Fructose und die Ballaststoffe sind stark zerkleinert, was bedeutet, dass sie nicht mehr als Zuckerbarrieren und Verdauungsentschleuniger wirken können.

Tipp für Smoothies:

Wenn du Smoothies selber zubereitest oder kaufst, greife zu 2/3 Gemüse und zu 1/3 Obst.

Getrocknete Aprikosen

Hier einige Zahlen, die du dir merken kannst, um die Nährwertangaben auf Produkten besser einordnen zu können:

  • 1 Gramm Zucker hat 4 Kalorien
  • 4 Gramm Zucker entspricht 1 Teelöffel Zucker oder 1 Stück Würfelzucker

Im Leben geht es immer um die richtige Balance, denk dran! Es geht nicht darum, etwas ganz von deinem Speiseplan zu streichen. Aber es ist wichtig, dass du dich informierst und in Maßen genießt. Wenn du versuchst, vom Zucker loszukommen – erzähle uns deine Erfahrungen unten in den Kommentaren!

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