Yoga-Basics: Grundwissen, Stile & Vorteile im Überblick

Yoga basics

Heutzutage scheint buchstäblich jede * r Yoga zu machen – von Russell Brand bis Madonna. Viele von uns bei Runtastic haben bei den kostenlosen wöchentlichen Yogakursen von Runtastic mit einfachem Yoga für Anfänger * innen begonnen. Das war für viele ein Aha-Moment. Nachdem wir die Vorteile von Yoga am eigenen Leib erfahren haben, haben wir beschlossen, Yoga zu einem zentralen Bestandteil der adidas Training Workouts zu machen.

In diesem Blogbeitrag haben wir interessante Fakten und Informationen zu Yoga gesammelt. Außerdem erklären wir dir vier wissenschaftlich untermauerte Vorteile von Yoga. Aber das ist noch nicht alles: Es warten weitere spannende Artikel zum Thema Yoga auf dich. Also, bleib am Blog dran und erfahre, warum wir Yoga lieben und sicher sind, dass auch du Yoga lieben wirst!

Übung macht die Meister*innen? Ja! Aber: Übung macht auch den Flow!

Und genau darum geht es bei der neuen Entdecke Yoga-Serie in der adidas Training App: Dich in deinen Flow-Zustand zu bringen. Perfektion spielt keine Rolle: Egal, ob du Anfänger*in bist oder ein*e erfahrene*r Yogi*ni, unsere 8-wöchige Serie unterstützt dich auf deinem Weg zu Harmonie, Beweglichkeit und Glück. Von Pranayama bis Vinyasa, von OM bis Namaste, unsere professionelle Yogalehrerin leitet dich bei jeder Übung an. Alles, was du brauchst, ist eine Matte, Neugierde und der Wunsch, von innen heraus stärker zu werden. Starte deinen Flow.

Was ist Yoga?

Yoga, so wie es heute allgemein angesehen und praktiziert wird, bezieht sich auf eine Reihe von Körperhaltungen, die man in einer bestimmten Reihenfolge ausführt. Diese Übungen sollen den Körper physisch und emotional stimulieren. Yoga dient u.a. zur Vorbereitung auf die sitzende Meditation, zur Steigerung der allgemeinen Vitalität und erschafft ein Gefühl der Verbundenheit zwischen Yogis und ihrer Welt.

Yoga gründet sich auf die altindische Sprache Sanskrit. In einer Yogastunde wirst du daher viele sanskritische Wörter hören. Die Verwendung der Sanskrit-Namen ist ein Weg, die Wurzeln und Ursprünge des Yoga zu respektieren. Es ist auch eine Möglichkeit, eine Gemeinschaft über (Sprach-)Grenzen hinweg zu schaffen. Die Sprache des Yoga ist einzigartig, und wenn man sie einmal beherrscht, kann man überall auf der Welt Yoga praktizieren.

Die Posen und Stellungen, die man in einer Yogastunde einnimmt, werden als Asana bezeichnet. Yoga-Asana bezieht sich auf das, was in einer typischen Yogastunde passiert – also auf die körperlichen Bewegungen des Yoga.

Was bedeutet Yoga?

Etymologisch leitet sich das Wort Yoga von dem Begriff „jochen“ ab. Dieses „Jochen“ wird auf unterschiedliche Weise interpretiert. Einige verstehen darunter die Verbindung von Körper und Geist, andere die Verbindung von Atem und Bewegung, andere wiederum die Verbindung des Einzelnen mit allen Dingen (des Mikrokosmos mit dem Makrokosmos). Wie auch immer Yogis es interpretieren: Yoga bedeutet ein Gefühl der Verbindung und des Einsseins.

Yogastile

Im Laufe der Zeit hat sich Yoga aufgrund seiner großen Beliebtheit von Indien aus in den Rest der Welt verbreitet. Heute gibt es einige sehr beliebte und anerkannte Yogastile sowie viele Ableger davon. Der beste Yogastil ist allerdings immer der, der dich am glücklichsten macht!

  • Hatha-Yoga: die älteste Form des Yoga. Traditionell wird gleich viel Zeit im Stehen und auf dem Boden verbracht. Die Stellungen werden jeweils 5–10 Atemzüge lang gehalten. Hatha-Posen gelten im Allgemeinen als leichte Yogastellungen. Das Ziel von Hatha ist es, die Stille und Ruhe zu fördern.
  • Power-Yoga: eine moderne Version von Hatha-Yoga. Beim Power-Yoga werden intensive Stellungen mindestens 10 Atemzüge lang gehalten.
  • Vinyasa-Yoga: eine moderne Version der Idee von „Atem und Bewegung“. Die Übungen sind fließend miteinander verbunden: ein Atemzug, eine Bewegung. Vinyasa-Sessions können sehr fordernd sein und den Kreislauf ordentlich auf Touren bringen.
  • Ashtanga-Yoga: Ashtanga ist ein anspruchsvoller Yogastil, bei dem es vor allem darum geht, Kraft aufzubauen. Es gibt sechs Stufen der Ashtanga-Reihe, jede mit steigender Intensität. Die meisten Ashtanga-Kurse haben keine * n Lehrer * in. Stattdessen lernen die Teilnehmer * innen die Übungen und Sequenzen und helfen sich gegenseitig.
  • Yin-Yoga: Ein weiterer, modernerer Stil, bei dem entspannte Yogastellungen bis zu 10 Minuten lang gehalten werden. Es wird viel Equipment verwendet, um den Körper zu stützen und Komfort zu schaffen. Der Raum wird oft sehr kühl gehalten. Yin gilt als der Yogastil mit der geringsten Intensität, er zielt auf die Linderung von Schmerzen ab.
  • Bikram-Yoga: Manche halten es für eine wörtliche Interpretation des Yoga, das in den wärmsten Regionen Indiens praktiziert wird. Der Raum wird auf etwa 40 Grad Celsius und 40 % Luftfeuchtigkeit aufgeheizt. Bei jeder Sitzung werden dieselben Yogastellungen in derselben Reihenfolge ausgeführt.

Ist Yoga eine Religion?

Yoga ist eine Wissenschaft und keine Religion. Es ist eine uralte spirituelle, geistige und körperliche Praxis, die in und um Indien entstand. Dabei wurde und wird die alte Sprache Sanskrit verwendet. Heute wird Yoga weltweit in verschiedenen Formen praktiziert.

Was passiert bei der Yoga-Praxis?

Eine klassische Yoga-Einheit gliedert sich in unterschiedlichen Abschnitten. Für gewöhnlich wird die Praxis mit Atemübungen oder Pranayama eingeläutet. Darauf folgen Übungen, bei denen unterschiedliche Posen gehalten werden (Asanas). Den Abschluss bildet eine Meditation (Saha). Bei den meisten Yoga-Stunden wird die Meditation kurz gehalten und beschränkt sich oft auf Savasana. Die Totenstellung, wie man sie häufig bezeichnet, ist eigentlich ein Asana, bei dem man mindestens zwei Minuten lang reglos auf dem Boden liegt.(1)

Ist Yoga SPORT?

Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an, wie intensiv du übst und wie fit du bist. Einige Yogastile, wie z. B. Power-Yoga, können als Krafttraining angesehen werden, da sie isometrische Haltungen in anspruchsvollen Posen beinhalten. Einige Stile, wie Vinyasa, können als Herz-Kreislauf-Training genutzt werden, wenn sich Yogis zwischen den Haltungen schnell bewegen. Eine Studie, in der Yoga mit anderen Workouts/Turnübungen verglichen wurde, kam zu dem Ergebnis, dass Yoga aufgrund der Achtsamkeit, der Atemarbeit und der Förderung einer korrekten Körperhaltung einen größeren Nutzen für die Gesundheit hat.(2)

Eine regelmäßige Yogapraxis wird mit großer Wahrscheinlichkeit deine Flexibilität und Beweglichkeit verbessern. Die meisten Wissenschaftler * innen sind der Meinung, dass Beweglichkeit Verletzungen vorbeugt, auch wenn das in der Regel von der ausgeübten Sportart abhängt.(3) Dennoch gibt es genügend Sportler * innen und Fitnessbegeisterte, die darauf schwören, dass sie sich dank Yoga besser fühlen. – Und wir sind auch davon überzeugt!

Vorteile von Yoga

Während die Wissenschaft noch versucht, herauszufinden, was während einer Yogapraxis psychologisch genau passiert, sind sich Millionen praktizierender Yogis auf der ganzen Welt darüber einig, dass Yoga zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet – aus gutem Grund!

1. Psychische Gesundheit

Wir wissen, dass Bewegung unsere psychische Gesundheit positiv beeinflusst. Yoga hat seine eigenen einzigartigen Vorteile. Der erste liegt in der Achtsamkeit der Praxis. Achtsamkeit bedeutet, dass man sich vollständig auf eine einzige Tätigkeit konzentriert. Eine solche Mindfulness ist für das Gehirn tatsächlich entlastend und wohltuend. Yogis berichten, dass sie sich nach einer Yogastunde geerdeter und wacher fühlen.

Eine Studie legt nahe, dass diese Achtsamkeit eine Folge der Atmung, der Meditation und der eingenommenen Haltungen beim Yoga ist. Diese Kombination von Aktivitäten erhöht die Gehirnwellenaktivität. Diese wiederum erhöht die graue Substanz und aktiviert die Amygdala und den frontalen Kortex des Gehirns. Die klinische Studie hat bewiesen, dass nach einer Yogastunde der Frontallappen aktiviert war. Wie toll ist das denn?!(4)

Viele Studien belegen, dass Yoga ein effektives Mittel zur  Stressbekämpfung ist(5). Es ist auch erwiesen, dass Yoga bei Personen mit Angststörungen Angstgefühle und Depressionen verringert.(6)

Interessanterweise hat ein intensiverer Yogastil eine verstärkte Wirkung gegen Depressionen.(7

2. Chronische Rückenschmerzen

Ein oftzitierter Vorteil von Yoga ist die Eindämmung chronischer Rückenschmerzen. Ärzt * innen werden häufig dazu angehalten ihren Patient * innen Yoga als Alternative zu invasiven Behandlungsmöglichkeiten zu empfehlen.(8)

3. Schlaf

Selbst wenn man nur tagsüber und nicht abends Yoga praktiziert, schläft man nachweislich besser. Eine Studie ergab, dass chronisch gestresste Krankenpfleger * innen nach nur vier Wochen Yoga besser schlafen konnten.(9) Eine andere Studie kam zu dem Schluss, dass sich der Schlaf nach sechs Wochen Yoga mit höherer Intensität verbesserte.(10Und eine weitere Studie bewies, dass, wenn sie regelmäßig Yoga praktizieren, vor allem Frauen einen erholsameren Schlaf haben.(11) Viele Menschen nutzen Yin-Yoga, um den Körper auf die Nachtruhe vorzubereiten. Oder sie praktizieren morgens Vinyasa, um wach zu werden. Eine Yogapraxis, die sich an deinem Schlafrhythmus orientiert, ist eine gute Möglichkeit, deinen zirkadianen Rhythmus zu unterstützen!

4. Mobilität

Mobilität ist die Fähigkeit des Körpers, sich mit Leichtigkeit und Anmut zu bewegen, indem er mehrere Körperteile gleichzeitig einsetzt. Sie ist im Grunde eine Kombination aus Flexibilität und Bewegung. Bewegliche Menschen sind oft weniger verletzungsanfällig, weil sie in der Lage sind, bestimmte Muskeln oder Muskelpartien zu aktivieren, während sie andere ruhen lassen. Yoga unterstützt die Beweglichkeit, indem es und zu spüren hilft, wie sich die verschiedenen Körperteile im Verhältnis zueinander bewegen (diese Fähigkeit nennt man auch  kinästhetisches Bewusstsein). Zudem hilft es uns  mehr Tiefe, Kraft und Flüssigkeit in unsere Bewegungen zu bringen. Selbst einfache Büro-Yoga-Übungen auf einem Stuhl können erheblich zur allgemeinen Mobilität wichtiger Gelenke wie Hüfte und Knöchel beitragen.

Entdecke Yoga für dich

Jetzt, wo du weißt, welche Yogastile es gibt und wie gut sie für Körper und Geist sind, bleibt nur noch eines: Probier mal eine Yoga-Session aus! Wir fügen der adidas Training App ständig spannende Inhalte hinzu. Schau dir unser neues geführtes Workout mit der bekannten amerikanischen Yogalehrerin Adriene Mishler an. Gönn dir 23 Minuten für diesen entspannenden Vinyasa-Flow. Und bleib dran! Es sind noch mehr tolle Yoga-Workouts in Vorbereitung.

Alles, was du brauchst, ist die adidas Training App, eine Yogamatte oder eine weiche Unterlage und ein bisschen Motivation. Keine Sorge: Wenn du die Motivation verlierst, sind wir hier, um dich zu unterstützen! Wir werden weitere Artikel über die wundervolle Welt des Yoga veröffentlichen, vom Journaling bis zur Atemarbeit.

 

Über die Autorin

Emily Stewart ist freiberufliche Autorin bei Runtastic. Sie ist eine 200-Stunden- und fast 500-Stunden-zertifizierte Vinyasa-Yoga-Lehrerin. und zertifizierter Trauma-Informed Yoga-Coach. Sie hat in den USA, England, Malta und Österreich unterrichtet, an Yoga-Retreats auf der ganzen Welt teilgenommen und diese geleitet. Sie verbrachte 6 Monate in Indien, wo sie mindestens zweimal wöchentlich einen Sivananda-Vedanta-Yoga-Ashram besuchte, sowie drei Tage in deren Wald-Ashram in Tamil Nadu verbrachte. Sie hat mit der Kaivalya Yoga Method Teacher Training als Mentorin und Teacher Trainee gearbeitet.

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Emily Stewart Im Alter von 15 Jahren besuchte Emily ihren ersten Step-Aerobic-Kurs und hat diesen Schritt nie bereut. 2011 beginnt sie ihre Fitnesskarriere als Bootcamp-Trainerin und heute unterrichtet sie eine Vielzahl von Fitnessdisziplinen. Wenn sie nicht gerade online oder persönlich Kurse gibt, schreibt sie mit Begeisterung über Sport und Bewegung. Alle Artikel von Emily Stewart anzeigen