Verzichte auf diese 5 Lebensmittel, wenn du abnehmen möchtest

Cereal and orange juice breakfast

Du möchtest abnehmen, aber die Waage zeigt immer dasselbe an? Bewegung hilft dabei, die Pfunde purzeln zu lassen – aber egal, wie viel Zeit du im Fitnessstudio oder beim Laufen verbringst, mit Sport allein lässt sich eine ungesunde Ernährung nicht einfach wettmachen. Selbst wenn du bereits darauf achtest, was du isst, gibt es immer noch einige weit verbreitete Irrglauben zu „gesundem“ Essen.

Jemand kontrolliert seinen Taillenumfang

Abgesehen von den üblichen Verdächtigen, wie Softdrinks und Fast Food, die dich am Abnehmen hindern, kann dein Körper allerdings auch auf bestimmte Lebensmittel schlecht reagieren, die eigentlich gesund sind. Die Folge sind chronische Entzündungen, die jeglichen Abnehmerfolg zunichte machen.

Bei jedem Fitnessprogramm ist ein aktiver Lebensstil der Schlüssel zum Erfolg. Beim Abnehmen ist der erste Schritt, zu wissen, auf welche Lebensmittel du verzichten solltest.

Zuckerhaltige Produkte

Dass du Süßigkeiten, Desserts, zuckerhaltige Getränke und Co. ausklammern solltest, wenn du abnehmen möchtest, ist klar. Neben den offensichtlichen Zuckerbomben lauert aber auch versteckter Zucker in vielen Lebensmitteln – um die du deshalb einen Bogen machen solltest. Vermeide Frühstücksflocken, Brot und andere Getreideprodukte, Müsliriegel, Säfte, Energy- und Sportdrinks, Riegel und Pulver, die Mahlzeiten ersetzen sollen, gesüßte Joghurts, gebackene Lebensmittel, Würzsaucen und Salatdressings, getrocknete Früchte etc.

Diese zuckerhaltigen Lebensmittel verlangsamen nicht nur den Abnehmprozess, sondern lösen auch Heißhungerattacken aus, rauben dir Energie und Konzentration, schwächen deine Abwehrkräfte und können dein Diabetesrisiko erhöhen. Um versteckten Zucker von deinem Speiseplan zu streichen, lies dir ab jetzt alle Etiketten genau durch. Achte dabei auf die folgenden Inhaltsstoffe, hinter denen sich ebenfalls Zucker versteckt: Fruktose, Glukose, (brauner) Reissirup, Maissirup, Maltodextrin, Rohrzuckersirup.

Zuckerwürfel auf einem Löffel

Stark verarbeitete Lebensmittel

Stark verarbeitete Lebensmittel sind einer der Hauptgründe dafür, wenn es mit dem Abnehmen nicht klappt. Produkte mit genetisch veränderten Organismen (GVO), künstlichen Süßstoffen, verarbeiteten Sojaprodukten, pflanzlichen Ölen wie Maiskeim- oder Sonnenblumenöl oder Fleisch mit niedriger Qualität stellen ernstzunehmende Gesundheitsrisiken dar. Die enthaltenen Chemikalien, Antibiotika und hormonaktiven Substanzen führen zu hormonellen Ungleichgewichten, die dafür sorgen, dass du nicht abnimmst.

Also: Tausch in Plastik, Dosen oder Schachteln verpackte Lebensmittel gegen frisches Bio-Obst und -Gemüse ein. Tu deiner Gesundheit etwas Gutes – und schon bald werden auch die Kilos purzeln!

Gluten

Die Non-Profit-Organisation Beyond Celiac schätzt, dass etwa 18 Millionen Amerikaner an einer Glutensensitivität (aber nicht an Zöliakie) leiden. Selbst wenn du also nicht Zöliakie hast, kann Gluten bei Unverträglichkeit Entzündungen in deinem Körper auslösen. Und das kann dafür sorgen, dass du nicht abnimmst bzw. unter anderen gesundheitlichen Problemen leidest.

Probier’s mal mit einer Eliminationsdiät, um auszutesten, ob du gewisse Lebensmittel nicht verträgst. Streich glutenhaltige Lebensmittel für drei Wochen von deinem Speiseplan. Danach fang langsam wieder an, die glutenhaltigen Produkte – eines nach dem anderen – in deine Ernährung einzubauen. Iss sie ein bis zwei Wochen lang täglich und schreib auf, wie du dich fühlst und welche Symptome du hast. Auf Gluten zu verzichten ist gar nicht so leicht, denn es versteckt sich, genau wie Zucker, in vielen gebackenen Lebensmitteln. Es gibt aber auch genügend gesunde und glutenfreie Alternativen wie Mandel-, Kokosnuss- oder Kichererbsenmehl.

Selbstgemachter Quinoasalat in Glasbehältern

Milchprodukte

Genauso wie Gluten sind auch Milchprodukte Allergene, die Entzündungen verursachen können. Entzündungen wiederum sind die Ursache für viele Krankheiten, darunter auch Übergewicht und Fettleibigkeit. Leidest du unter Laktoseintoleranz oder einer Milchallergie, führt das auch oft zu Blähungen und Verdauungsproblemen.

Verzichtest du eine Zeit lang auf Milchprodukte, wirst du bald merken, ob du Kuhmilch nun verträgst oder nicht. Greif in der Eliminationsphase stattdessen zu Kokos- oder Mandelmilch und Schaf- oder Ziegenkäse. Obwohl Ziegen- und Schafmilch streng genommen auch zu den Milchprodukten gehören, enthalten sie üblicherweise keine Hormone, Antibiotika und werden nicht so stark verarbeitet wie Kuhmilch. Durch ihre biologische Zusammensetzung sind sie außerdem für viele Menschen leichter zu verdauen.

Ein Wort zu Eliminationsdiäten: Acht Lebensmittel sind für etwa 90 % aller Lebensmittelallergien verantwortlich – Milch, Eier, Erdnüsse (die zu den Hülsenfrüchten zählen), Nüsse, Gluten, Soja, Fisch und Meeresfrüchte. Wenn du also eine Eliminationsdiät ausprobieren möchtest, um Entzündungen in deinem Körper zu reduzieren und abzunehmen, solltest du nicht nur Gluten und Milchprodukte, sondern auch die übrigen sechs Produkte weglassen.

Fettarme Lebensmittel

Fett hat einen schlechten Ruf. Isst du aber Avocados, Kokosnussprodukte, Butter, Ghee, natives Olivenöl oder andere gesunde Fette, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, kann das deine Gewichtsabnahme sogar begünstigen. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die mehr gesundes Fett zu sich nehmen, mehr Fett verbrennen als die, die sich fettarm ernähren.

Foto von zwei Avocadohälften und einer Avocado

In den letzten Jahren ist die sogenannte ketogene Ernährung – wenig Kohlenhydrate und viel Fett – immer beliebter geworden. Hier wird Glukose (Zucker) aus dem Speiseplan gestrichen, die unser Körper normalerweise zur Energiegewinnung nutzt. Da der menschliche Körper nicht selbst Glukose produzieren kann und die in Muskelgewebe und Leber gespeicherten Reserven nur für ca. 24 Stunden halten, verbrennt der Körper Fett zur Energiegewinnung, sobald die Glukose aufgebraucht ist.

Lass low-fat links liegen – und setz auf gesunde Fette statt fettarmer Kost. So bleibst du länger satt, verbrennst mehr Kalorien und fühlst dich voller Energie. Eine Daumenregel der Keto-Diät ist ein Verhältnis von 40 % Fett, 30 % Protein und 30 % gesunde Kohlenhydrate. Diese Zahlen können aber, abhängig von deinen Zielen und deinem Gesundheitszustand, variieren.

Kurz gesagt: Verzichte auf Allergene, zuckerhaltige und stark verarbeitete Speisen und konzentrier dich stattdessen auf gesunde Fette! So kommst du deinem Wunschgewicht schnell ein großes Stück näher.

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Dr. Josh Axe Josh ist Naturmediziner, klinischer Ernährungsberater und Autor. Sein Spezialgebiet: wie die richtige Ernährung die Gesundheit des Menschen positiv beeinflusst. Alle Artikel von Dr. Josh Axe anzeigen »

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