Schlafe besser mit Runtastic Teil 8: Was Träume bedeuten (können)

Jede Nacht träumen wir. Von ausfallenden Zähnen, wilden Verfolgungsjagden, ekligen Kriechtieren oder nicht erwischten Zügen. Diese Träume stehen ganz oben in den Top 10 der häufigsten Träume. Nicht selten werfen wir einen Blick in Bücher oder ins Internet, was das nur alles bedeuten könnte. Aber heißt es immer, wenn ich vom Sterben träume, dass eine Veränderung ansteht? Nicht unbedingt. Solche Traumdeutungen können bestenfalls ein Anhaltspunkt sein. Was du in deinen Träumen wirklich verarbeitest, kann weder ein Ratgeber noch Google wissen.

Wenn dich dein Unbewusstes neugierig macht, erfährst du in unserem heutigen Post zum Thema Träume sicher ein paar interessante Dinge.

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Warum träumen wir überhaupt?

Laut Sigmund Freud sind Träume der Königsweg zum Unbewussten. Für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sind Träume essenziell. Werden in Experimenten die Traumphasen künstlich unterdrückt, geht uns das ziemlich an die Substanz, vor allem an die psychische. Die Folge davon sind zum Beispiel Wahnvorstellungen. Die Analytische Psychologie nimmt an, dass Träume der Kompensation dienen oder Themen aufwerfen, die im Wachzustand nicht gelebt werden.

Wie oft träumen wir?

Wir alle träumen. Jede Nacht. Und zwar gleich mehrmals. Üblicherweise sind es 4 – 6 Traumphasen pro Nacht. Je älter wir werden, desto weniger träumen wir. Meist erinnern wir uns nur kurz nach dem Aufwachen an den Inhalt des Traumes, im Laufe des Tages verfliegt die Erinnerung. Frauen sind besser im Erinnern von Träumen, ebenso wie jüngere Menschen.

Was bedeuten bestimmte Träume?

Die Auslöser eines Traums sind oftmals Tagesreste oder aktuelle Themen, die uns beschäftigen.

Die Therapeutin Andrea Jolander behauptet: „Träume haben eine eigene Sprache, deshalb sind sie scheinbar unverständlich. Das ist allerdings kein Grund, zu meinen, sie hätten keine Bedeutung. Wenn Sie einer Gruppe von Leuten begegnen, die sich in einer Ihnen unbekannten Sprache unterhalten, gehen Sie auch nicht davon aus, dass dort nur sinnlose Silben aneinandergereiht werden.”

Wenn du dir deine Träume also gleich nach dem Aufwachen aufschreibst, kannst du vielleicht ein paar Dinge erfahren, die dich unbewusst beschäftigen. Man geht davon aus, dass unser Innerstes uns über Träume Botschaften zukommen lässt. Das muss nichts Mystisches sein. Es bedeutet lediglich, dass unser Instinkt manchmal besser funktioniert als unser Tages- und Wachbewusstsein.

Wie funktioniert Traumarbeit?

Die Traumarbeit kann folgendermaßen aussehen:

Träume…

  • erinnern
  • reflektieren
  • aufzeichnen

Träume laufen in Bildern ab. Wie können diese Bilder nun entschlüsselt werden? Dieter Schnocks schreibt in seinem Buch Mit C.G. Jung sich selbst verstehen: „In den Träumen vieler Menschen befinden sich die Träumer in Hochhäusern. Die Situation da hoch oben ist meist irgendwie bedrohlich und oft will der Träumer von oben heruntersteigen, aber es gibt Hindernisse und Gefahren. Oder der Träumer droht hinunterzufallen. Diese für unsere heutige Lebenswelt so typischen Träume zeigen, dass das zu hohe Haus gefährlich ist. Symbolisch werden damit oft die zu hoch angesetzten Ansprüche dargestellt, die zum Problem geworden sind. Das Hinabmüssen ist dann ein dringlicher Appell des Unbewussten. Nachts im Traum erleben wir, wie uns zu einem für uns normal-menschlichen Maß geraten wird. Vielleicht reicht ja eine Wohnung im zweiten Stock?”

Wir Menschen sind oft versucht, unsere eigenen Träume zu deuten, und googeln nach Symbolen, was auftauchende Schlangen, ausfallende Zähne oder ein freier Fall von einem Felsen zu bedeuten haben. Am besten schreibst du deine Träume auf und besprichst sie mit einem erfahrenen Psychotherapeuten. Gemeinsam könnt ihr herausfinden, was die im Traum aufgetauchten Symbole für DICH persönlich bedeuten könnten.

Können wir unsere Träume beeinflussen?

Du hast abends sicherlich schon mal einen Horrorfilm angesehen und danach schlecht davon geträumt… Wir können unsere Träume zwar nicht zu 100 % beeinflussen, jedoch können wir ein paar Tricks anwenden, um möglichst positiv und angenehm zu träumen:

  • Verzichte mindestens 30 Minuten vor dem Zubettgehen auf Handy, Fernseher, PC & Co.
  • Die 22-Uhr-Nachrichten liest du am besten am nächsten Tag in der Früh nach. Denn in den Nachrichten kommen selten positive News.
  • Schreibe im Bett kurze Notizen über den Tag und was dich beschäftigt hat, das verhindert Grübeln und lässt dich besser einschlafen.
  • Lies im Bett noch ein paar Zeilen in einem Buch, das dich motiviert oder inspiriert. Oder du lernst noch ein paar Vokabeln einer neuen Sprache, die dich interessiert, denn das brennt sich über Nacht in dein Gehirn ein.
  • Mach deine Augen zu, atme ruhig und gleichmäßig und denke an die schönen Momente des Tages und worauf du dich am nächsten Tag freust.

Träume sind also wichtig für uns, um Unbewusstes zu verarbeiten. Wenn man beachtet, dass die nächtlichen Bilder in Traumform eine Bedeutung für uns haben können, aber nicht müssen, kann man seine Träume einmal genauer unter die Lupe nehmen. Viel Spaß dabei 😉

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